Ein Loch ins Netz

Maatianisches Bewusstsein zeichnet sich durch eine aktive Kraft aus, der Zustand der Einheit von Gegensätzen, wird wahrgenommen als Dynamik einer Pause, die in der Lage ist, sich in jede Richtung zu bewegen. Es ist eine Kraftquelle für sich, ein Moment der Einheit, der sich in der Raum-Zeit unendlich ausweiten kann.

Art of Arkis

„In gewissem Sinne haben die ganz recht, die lachen, wenn einer sagt, er wolle die Menschheit umgestalten. – Sie übersehen bloß, dass es vollkommen genügt, wenn ein einzelner sich bis in die Wurzeln umgestaltet. Sein Werk kann dann niemals vergehen, – gleichgültig, ob es der Welt bekannt wird oder nicht. So einer hat ein Loch ins Bestehende gerissen, das nie mehr zuwachsen kann, ob es jetzt die anderen gleich bemerken oder einen Million Jahre später. Was einmal entstanden ist, kann nur scheinbar verschwinden. So ein Loch in das Netz zu reißen, in dem die Menschheit sich verfangen hat, – nicht durch öffentliches Predigen, nein: Indem ich selbst der Fessel entrinne, das ist’s, was ich will.“

(Das grüne Gesicht, von Gustav Meyrink, Kapitel 8 …)

by Arkis 1984

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Ein ganz besonderer Saft

Einst stieg das Leben, wie es heißt, aus dem Ozean, und nahm das Wasser mit, und das Wasser war Heimatwasser. Wasser aus der ewigen Quelle des urzeitlichen Meeres. Blutplasma enthält,  laut forschenden Kapazitäten von Alters her auf diesem Gebiet, gelöste Mineralsalze in einem bestimmten Mischungsverhältnis, welche das Wasser jenes Weltenmeeres chemisch kennzeichnen. Nicht Meeresblut allein, Ur-Blut strömt durch unsere Adern, jede Zelle unsers Leibes belebend, zu der es im sinnvollen Chaos feinster Haargefäße findet. Jener Ozean ist so unvergänglich, wie das Leben auch.

Alle Opfer-Riten, die mit Blut begangen werden, und wurden, auch wenn sie symbolisch, wie beim das sognt. Christentum-Abendmahl (das es nicht gibt und niemals gab) keine Ausnahme, sind schwarz. Wenn schon Blut, dann bitte nur das eigene. Blut, ist das magische Wasser des Lebens, und das Erbe unserer Herkunft aus dem Weltenozean, der mythischen Sternenheimat. Nuit, ist die Sterne, und Maat, ist der Raum zwischen ihnen- die Königin des Raumes (Nuit) ist die Sterne, der Raum zwischen ihnen (Maat) die Liebe.

Liber Al Kap I Vers 58 – 59

„Ich gebe unnennbare freuden auf erden: gewissheit, nicht glauben, während des lebens und über den tod, unausprechlichen frieden, ruhe, exstase; noch fordere ich dafür opfer.

Mein weihrauch ist von würzigen hölzern und blut ist nicht darin: denn die bäume der ewigkeit sind mein haar.“

magus-ritus

Harzöl-Tempera-Mischtechnik auf Leinwand

by Arkis

“Redet nicht zu viel”

Diese Art des Schweigens ist angedacht … es kommt auf den Kontext an.

Art of Arkis

Auch das Liber Al hat diesen Rat parat. Sprache ist ja eine hochpotente Form von Schwingungen und deren rhetorischen Missbrauch nicht selten eine Abscheulichkeit. Z.B. schrieb Wei Wu Wei (Ask the Awakened S. 35): “Reden ist wahrscheinlich das Größte Hindernis für die Entwicklung der spirituellen Möglichkeiten des Menschen und für alle Formen von Aktivitäten. Es ist die am effizienteste Methode, sich den Weg zu höheren Bewusstseinszuständen zu verbauen (versperren), die die einzigartige Möglichkeit des Menschen darstellen, die sein gutes Recht sind und seine einzige Rechtfertigung.”

Unsere Zeit, ist eine Medien-Laberzeit, es wird geredet geredet und geredet, gelogen gelogen und gelogen! Das ist vermutlich bei weitem der stärkste Grund für die Mittelmäßigkeit und für einen Verlust an magischer Energie, da sie regelrecht verschwimmt. Mit “Reden” ist dabei jede Art von aufgedrehter, überdrehter Projektion von Energie gemeint, weil immer von Schwingungen, wie z.B. Sprache begleitet wird.

Schweigen, wahrhaftiges Schweigen, ist kreativ…

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