H.G.A.

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The Blue Daimon, Mischtechnik auf Canvas Board 24×30 cm, by Arkis August 2014

WISSE NICHTS!
FÜR DIE UNSCHULD SIND ALLE WEGE ERLAUBT!
REINE TORHEIT IST DER SCHLÜSSEL ZUR EINWEIHUNG
SCHWEIGEN DRINGT IN DIE VERZÜCKUNG EIN!
SEI WEDER MANN NOCH FRAU SEI BEIDES IN EINEM
SEI STILL KLEINES KIND IM BLAUEN EI
AUF DASS DU WACHSEN MÖGEST UM DIE LANZE UND DEN GRAL ZU TRAGEN
WANDERE ALLEIN UND SINGE!
IM PALAST DES KÖNIGS ERWARTET DICH SEINE TOCHTER

A.C.

10 Gedanken zu „H.G.A.

  1. …Parzival und die Gralsfrage. Und doch: Gibt es wirklich reine Torheit?

    Selbst bei intelligenteren Tierspezies findet sich die für mich schon nicht mehr. Es gibt böse Tiere, die das gewählt haben, so zu sein, ebenso wie gute.

    Und es gibt die absolute Form der Selbstverleugnung, bei der das Wissen um die Verleugnung bleibt; für mich ist das eine Art der „Weltfeigheit“, die letztlich auch nicht glücklich macht.

    Und die hermetischen Gesetze? Sie sind für mich die subtilste Form von Intelligenzmacht.

    Hermaphroditisch? … Das Leben ist nicht statisch. ;)

    Dein Bild gefällt mir übrigens gut und sagt für mich genau dies ebenfalls aus.

    Wir sind in der Wirklichkeit des Körperlichen, um genau diese Art des Lebens zu erfahren; ein sich Verschließen ist unmöglich; da gibt es keine Wahl.

    Liebe Grüße,
    Frank

  2. c.t. Guten Morgen.

    Und wieder diese Kürzelei. ;) Die Sache mit dem Bild hat mir aber doch keine Ruhe gelassen. „The blue Daimon“. Nach sehr viel „Englisch“ Funden bin ich dann dahinter gekommen, daß es einen Autor Dan Sanders gibt, in dessen Romanen irgendwo dieser „blue Daimon“ auftaucht. – Es gab sogar einen Textausschnitt… Das hat mich nun unendlich klüger gemacht… Es soll ja Menschen geben mit geringen Englischkenntnissen, die aus purer Verzweiflung… Zu denen gehöre ich aber nicht… Ich vermute jetzt einfach, daß Du das Glück hast, da zu illustrieren… H.G.A…- BMI – …Das ist nicht meine Gewichtsklasse; oder?

    Liebe Grüße,
    Frank

  3. Lieber Frank! Im Wesentlichen ist das Thema durch Perspektive poetischer Folklore betrachtet. Du kannst gerne versuchen dies allein mit rationaler Logik zu fassen, (wie du es ja getan hast) und wenn das „Herz nicht mit dabei ist, wird sich wahrscheinlich nichts in der poetisch-magischen Tiefe des Menschseins berührt fühlen.

    Darüber zu dsikutieren führt vermutlich in die Irre. Ich will das auch gar nicht.

    H.G.A. Ist allen Kennern der bezüglichen Folklore bekannt. Es bedeutet: „Holy Guardian Angel“ Nun, du bist mit deinen Nachforschungen ja durchaus in die dafür passende Richtung gegangen. Lieben Gruß, und schöne blaue Ostereier wünsche ich dir ;)).

    P.S. Eine zwei drei Fragen hätte ich doch auch. Was ist Intelligenzmacht? Was ist hermetisches Gesetz?
    Was absolute Form der Selbstverleugnung, Weltfeigheit? Was meinst oder verstehst du unter „glücklich macht“?
    Ich bin einfach in Ideologien nicht bewandert und sie interesseiren mich auch nur insofern, dass sie alle, wenn man sie durschaut, sich als menschenfeindlichen Fundamentalismus entpuppen, auch, da sie subtile Schatten projezieren, die sich früher oder später immer als menschliche Feindbilder manifestieren.

    Die einzig wirklichen Gesetze, sind die Naturgesetze. Isis sitzt auf einem Thron, sie ist bildlich gesprochen, die in die Natur ge-setzte Regentin der Naturkraft. Sie oder dies, ist wiederum eine der MAAT also der Weltordnung unterstellte bz. manifestierte Kraft.

    Wir sind nicht nur in der Welt des Körperlichen (siehe oben oder siehe „die Auftseiger und die Absteiger“). Ich und wir haben immer eine Wahl. Es gibt weder böse noch gute Tiere, das ist lediglich menschliche Projektion. Ein Löwe (ein wildes Tier), ist immer eine Löwe, nur der Mensch allein hat die Anlage zur Bestie.

    Gruß nochmal.

  4. Hallo.

    Grundsätzlich bin ich der Auffassung, daß wir nichts wirklich wissen, sondern nur annehmen können.

    Wir haben unsere Erfahrungswelt, die wir erinnern und da wird das mit dem „Wissen“ ja schon schwierig. Wir „erinnern“.

    … Und könnten die Naturgesetze nicht einfach nur eine überlieferte „Übereinkunft“ sein, wie die Welt nach „Naturgesetzen“ zu funktionieren hat?

    In keiner Religion oder Ideologie werden die Naturgesetze verneint… Sie werden „irgendwie“ integriert und beherrschen somit das Ganze.

    Hermetische Gesetze – Hermes Trimegistos soll sie aufgestellt haben.
    Die Kernaussage: „Wie oben, so unten; wie im Großen, so auch im Kleinen.

    Doch das ist eben ein gemeinsam getragenes „Wissen“, das „Macht“ verleiht – „Intelligenzmacht“, wie ich es bezeichne. – Und überall wo Macht ist, gibt es auch Machtmissbrauch.

    Und wenn wir etwas „Verleugnen“, dann „wissen“ wir doch zumindest „was“ wir verleugnen und das nenne ich bei der „Selbstverleugnung“ eben dann „Weltfeigheit“.

    Und böse Tiere sind für mich Tiere, die überlegt und lustvoll quälen, unterdrücken, oder töten. Ein Löwe, der seiner Natur folgt, ist gefährlich, doch böse ist er damit noch nicht für mich; er lebt seine Natur.

    Bei meinen Laufenten gab es einen Ganter, der sehr bewußt seine Entendamen unterdrückt hat. Nun gibt es einen neuen Ganter, der zwar seine Natur lebt, jedoch keine der Enten drangsaliert.

    Und an was ich glaube? Ich glaube daran, daß wir sehr viel mehr sind, als wir erahnen und uns vorstellen können und alles einen tieferen Sinn hat, den wir nicht zu erkennen vermögen, könnten wir das, wären wir „Gott“.

    So nun habe ich versucht, alles so zu erklären, wie ich es eben kann.

    Liebe Grüße,
    Frank

  5. Nun ja, immerhin weißt du ja, für dich und deiner Aussage nach, das wir nichts wirklich Wissen.
    Das kommt mir so vor, wie wenn jemand sagt: es gibt kein absolutes Wissen, und gar nicht merkt, dass er selbst damit so eines aufstellt. Es gibt durchaus solch Wissen. Ein einfaches Beispiel: wenn du ohne Regenschirm in den Regen gehst, wirst du nass. Das selbe gilt auch für Naturgesetze z. B. die Gravitation. Mal ganz abgesehen von einem intuitiven Wissen.
    Es gibt womöglich Überlieferungen zu solchen … und es ist nicht nur so und alles. Eher so wohl als auch. Religion ist mythologisch pervers ideologisch, meist dogmatisch, und wenig bis gar nicht spirituell.

    Ich bin nicht interessiert an solcherlei Art ideologischen Festlegungen und Scharmützeln, und finde sie ausgesprochen langweilig. Und Macht, das interessiert mich schon gar nicht. Im obigen Kommentar habe ich schon alles wesentlich aufgeführt und dargelegt, und ich will mich nicht wiederholen dabei.

    Im Erstarren suche ich nicht mein Heil,
    das Schaudern ist der Menscheit bestes Teil.

    Machs gut, und lieben Gruß.

    P.S. Danke für die Ausführungen deiner Interpretation. Ja, und frage dich eventuell einmal, wie und wozu es kommt, das du in oder von dem Energiefeld dieses Bildes m. H.G.A. angezogen wurdest. ;) Sich selbst zu verleugnen würde m E. Selbsterkenntnis voraussetzten, und wer diese hat, wird das wohl kaum tun. „Wähle Freude“ jeder redet immer gerne davon und darüber, was er (noch) nicht hat. „Weltfeigheit“ wäre somit Feigheit vor sich selbst. Ich kenne das (Totschlag)Wort gar nicht, wo hast denn das her?

  6. Sicher kennst Du die Filmtrilogie Matrix. Da funktioniert auch vieles nach eben diesen Naturgesetzen. Und es gibt auch anderes.

    Wir leben schon in dem Gelernten und reagieren darauf. Und eine Ordnung in Natur und Naturgesetzen gibt es auch. Und trotzdem liegt alles in der Wahrnehmung und unserem Wahrnehmungsspektrum.

    Und Intuition bewegt sich sehr oft außerhalb dieser Systematiken. Ich glaube und kann es nicht beweisen. Es ist eine Art unbeweisbares inneres Wissen.

    Und Selbstverleugnung ist für mich das, was wir über uns annehmen und eine Annahme ist auch kein Wissen.

    Und das „wähle Freude“ bei mir ist das, was ich immer wieder anstrebe. Freude, echte tiefe Freude, ist für mich das Schönste, das man erleben kann.

    Und „Weltfeigheit“ ist meine Wortschöpfung.

    Herzlichst,
    Frank

  7. Ja und nein, so wohl als auch, und nicht nur. Annahme, Wissen, Haarspalterei, subjektiv & objektiv, sind schon allein zwei verschd. Perspektiven, die beide wahr sein können. Ich, wir, es. @ Freude, ich denke nicht, das man sie wählen kann. Nun, ich denke, dieser Text von Gustav Meyrink wird dir gefallen.

    WER ICH BIN ?
    Hat es je, seit die Erde steht, einen Menschen gegeben,
    der auf diese Frage die richtige Antwort wüßte ?
    ICH BIN DIE UNSICHTBARE NACHTIGALL, DIE IN DEM KÄFIG SITZT UND SINGT.
    Aber nicht jedes Käfigs Stäbe schwingen mit, wenn SIE singt.
    WIE OFT HABE ICH DIR EIN LIED ANGESTIMMT, DASS DU MICH HÖREN MÖCHTEST,
    aber du warst taub dein Leben lang.
    NICHTS IM GANZEN WELTALL WIRD DIR STETS SO NAHE SEIN WIE ICH,
    UND JETZT FRÄGST DU MICH, WER ICH BIN ?
    Manchem Menschen ist die eigene Seele so fremd geworden,
    daß er tot zusammenbricht, wenn der Zeitpunkt gekommen ist,
    daß er sie erblickt. Er erkennt sie dann nicht mehr,
    und sie erscheint ihm zum Medusenhaupt verzerrt;
    sie trägt das Antlitz der üblen Taten, die er vollbracht hat
    und von denen er heimlich fürchtet,
    sie könnten seine Seele befleckt haben.

    MEIN LIED KANNST DU NUR HÖREN, WENN DU ES MITSINGST.
    Ein Missetäter ist der, der das Lied seiner Seele nicht hört
    ein Missetäter am Leben, an andern und an sich selbst.
    MEIN LIED IST EINE EWIGE MELODIE DER FREUDE.
    Wer die Freude nicht kennt – DIE REINE GRUNDLOSE FREUDIGE GEWISSHEIT,
    DIE URSACHLOSE: ICH BIN, DER ICH BIN, DER ICH WAR UND IMMER SEIN WERDE –
    der ist ein Sünder am heiligen Geist.

    VOR DEM GLANZ DER FREUDE, DER IN DER BRUST STRAHLT
    WIE EINE SONNE AM INNEREN HIMMEL,
    WEICHEN DIE GESPENSTER DER DUNKELHEIT, DIE DEN MENSCHEN
    ALS DIE SCHEMEN BEGANGENER UND VERGESSENER VERBRECHEN FRÜHERER LEBEN
    BEGLEITEN UND DIE FÄDEN SEINES SCHICKSALS VERSTRICKEN.
    WER DIES LIED DER FREUDE HÖRT UND SINGT,
    DER VERNICHTET DIE FOLGEN JEGLICHER SCHULD UND HÄUFT NIE MEHR SCHULD DARAUF.
    Wer sich nicht freuen kann, in dem ist die Sonne gestorben,
    wie könnte ein solcher Licht verbreiten ?
    Sogar die unreine Freude steht näher dem Licht, als der finstere trübselige Ernst.

    DU FRÄGST WER ICH BIN ?
    DIE FREUDE UND DAS ICH SIND DASSELBE.
    WER DIE FREUDE NICHT KENNT, DER KENNT AUCH SEIN ICH NICHT.
    Das innerste ICH ist der Urquell der Freude, wer es nicht anbetet,
    der dient der Hölle. Steht denn nicht geschrieben:
    „ICH“ BIN DER HERR, DEIN GOTT; DU SOLLST KEINE ANDEREN GÖTTER HABEN NEBEN MIR?
    WER DAS LIED DER NACHTIGALL NICHT HÖRT UND SINGT, DER HAT KEIN ICH;
    er ist ein toter Spiegel geworden,
    in dem fremde Dämonen kommen und gehen.
    VERSUCH´S NUR UND FREUE DICH !
    So mancher, der´s versucht, fragt: Worüber soll ich mich freuen?
    DIE FREUDE BRAUCHT KEINEN GRUND,

    SIE WÄCHST AUS SICH SELBST WIE GOTT.
    Freude, die einen Anlaß braucht, ist nicht Freude, sondern Vergnügen.
    So mancher will Freude empfinden und kann nicht-
    dann gibt er der Welt und dem Schicksal die Schuld.
    Er bedenkt nicht: EINE SONNE, DIE DAS LEUCHTEN FAST VERGESSEN HAT,
    WIE KÖNNTE DIE MIT IHREM ERSTEN SCHWACHEN DÄMMERSCHEIN
    SCHON DIE GESPENSTERSCHAR
    EINER TAUSENDJÄHRIGEN NACHT VERJAGEN?
    Was einer sein ganzes Leben hindurch verbrochen hat,
    läßt sich nicht gut machen in einem einzigen Augenblick.

    DOCH IN WEM EINMAL DIE URSACHLOSE FREUDE EINGEZOGEN IST,
    DER HAT HINFORT DAS EWIGE LEBEN.
    DENN ER IST VEREINT MIT DEM “ ICH “ , DAS DEN TOD NICHT KENNT –
    DER IST IMMERDAR FREUDE. ABER DIE FREUDE WILL GELERNT SEIN –
    SIE WILL ERSEHNT SEIN, aber was die Menschen ersehnen,
    ist nicht die Freude sondern der Anlaß zur Freude.
    Nach ihm gieren sie und nicht nach der Freude.

  8. Der Text von Meyrink gefällt mir wirklich. Irgendwie fasst er in Worte, was ich so nicht benennen kann. Die Freude ist eigentlich immer da; irgendwie wie ein unterirdischer Fluss, der hier und da an die Oberfläche tritt. Nur so oft nehme ich ihn nicht wahr. Und wenn dann etwas passiert; es kann scheinbar belanglos sein, dann spüre ich diese Freude richtig stark und es tut so gut. Deshalb mein wähle Freude. Es gilt der Achtsamkeit.

    Herzlichst,
    Frank

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