Allein gelassen

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Selbst wenn sich hinter dieser verzaubernden Malerei ein Universum versteckt, kann man nur davorstehen und stumm bleiben.” (Galerist Piotr Dmochowski)

Der Maler, Zeichner, und Fotograf Zdzislaw Beksinski  (*1929, †2005 in Polen) war angeblich ein Provinzler und Stubenhocker, der niemals Ausstellungen besucht haben soll, nicht mal seine eigenen, einer der sich wenig um Stilistisches oder kunsthistorische Kontexte geschert hat. Sicherlich gibt es in seinem Werk Bezüge, auch Vorbilder, es würde mich aber ziemlich langweilen etwas darüber zu schreiben, ein Betrachter findet sie bestenfalls selbst oder auch nicht, letzten Endes spielt es keine Rolle, man muss da nicht … außerdem hat es für mich einen komischen Beigeschmack anderen Leuten Kunst-Werke zu erklären. Mag das selber ja auch nicht so gerne, wenn zum Beispiel Literaturkritiker im TV es arg wichtig damit haben Lesern einen Autor aufzuschließen.

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Jeder Maler, Bildhauer, Zeichner erschafft Welten, die er  seinen Ausdrucks-Mitteln gemäß bildnerisch umsetzt. Es ist müßig, einen Maler wie Grünewald  nach dem Sinn seiner Kreuzigung, einen Da Vinci nach dem Lächeln auf dem Gesicht von Mona Lisa zu befragen. Es ist  die Welt des Künstlers. Sicherlich findet sich sofort ein Kenner, der versuchen wird zu erklären, zu interpretieren, zu verallgemeinern. Verallgemeinern, dass ist die richtige Bezeichnung, denn für die Masse eines Publikums ist es ja der kleinste gemeinsame Nenner, der ihm die Welt erklärt, der es ihm gestattet, über die Welt zu kommunizieren.

Beksinski, ein Maler, der immer wieder betonte, dass seine Bilder jenseits aller Bedeutung seien. Soll man das glauben? Er wollte ihnen nie Titel geben, ja sogar nicht mal über sie sprechen. Er gibt uns keine Antworten, er wirft noch nicht einmal die Fragen auf, die wir vielleicht erwarten. Er trifft uns unerwartet mitten ins Gemüt, und lässt uns mit uns selbst und seinen Werken allein.

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Veröffentlicht von Art of Arkis

Maler und Zeichner des phantastischen Realismus - *Künstler und Magier-Philosoph Artist and magician-philosopher* Die Idee ist die Emotion des Geistes, während Emotion der Reflex der Seele ist. *Eine menschliche Inkarnation, die bewusst mit seinem innewohnenden Stern verbunden ist *777*

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