10 Kommentare zu „Ein Morgen im April“

  1. …tut dem Feenherz weh, die zarten Blütendinger und dann obendrauf klopst wie ein Anti-Baiser dieser nasse weiße schwere Schnee…

  2. Neuer Frühling
    (Heinrich Heine)

    Unterm weißen Baume sitzend,
    Hörst du fern die Winde schrillen,
    Siehst, wie oben stumme Wolken
    Sich in Nebeldecken hüllen;

    Siehst, wie unten ausgestorben
    Wald und Flur, wie kahl geschoren;
    Um dich Winter, in dir Winter,
    Und dein Herz ist eingefroren.

    Plötzlich fallen auf dich nieder
    Weiße Flocken, und verdrossen
    Meinst du schon, mit Schneegestöber
    Hab der Baum dich übergossen.

    Doch es ist kein Schneegestöber,
    Merkst es bald mit freudgem Schrecken;
    Duftge Frühlingsblüten sind es,
    Die dich necken und bedecken.

    Welch ein schauersüßer Zauber!
    Winter wandelt sich in Maie,
    Schnee verwandelt sich in Blüten,
    Und dein Herz es liebt aufs neue.

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