Nachtschatten

*zyklisch*

Art of Arkis

Die Wolken der Zugvögel rauschen über uns dahin. Das Obst ist reif, Äpfel und Birnen klopfen zu Boden, wenn der Wind weht — und in der gläsernen Klarheit der Tage riecht es nach Efeu und Lebensbaum, abends aber, wenn das Dunkel immer früher hereinbricht und die Kühle uns bald schon Ausschau halten läßt nach dem teefarbenen Licht des Fensters daheim, blinkt vom Osthimmel her das Siebengestirn zu uns hernieder. Nun kann es nicht mehr lange dauern, dann ist der uralt-babylonisch-chaldäische Vorhang des Winterhimmels über den Süden gespannt: Stier und Vorhund, das Dioskuren-Paar Kastor und Pollux, endlich Orion, der riesige Jäger mit dem diamanthell funkelnden Hundsstern Sirius zu Füßen. Wenn der neue Tag beginnt, kann es sein, daß er die ganze heimliche Süße des Nachsommers bringt, die wohlausgewogene Schönheit, in der kein Kampf und Krampf, kein Prunk und Rausch mehr ist, sondern nur noch ein holdes Daheimsein der Natur in der…

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Kinder der Nacht

sehen alles gleichzeitig
ihre Welt ist durchsichtig,
sie blicken hindurch

sind funkelnden Sternes aus Perlmutt(er)
Leuchtendes für Nachts

sie sprechen die Zauberworte
und schweben flugs
die-erscheinung-by-arkis

in Nachtschattengewändern, seiden
schimmernd, glänzend & fein
frühen Träumen folgend

suchet sie nicht
zu finden, nur
schweigend in Wäldern

kein Ort, dessen Feuer
nicht im Herzen lodert
sie durchschauen es

nur auf einer Lichtung
des fleckenlosen Ortes
gibt es eine Sichtung

Text 2016/
Fotomontage 2013
© Arkis