Von der Kunde und Wichtigtuern in der Kunst

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Art of Arkis

„Ein paar Seiten weiter wartet der Meister auf „Frau Hagenbert“, eine kunstinteressierte Dame, die sein Atelier aufsuchen will, sich aber arg verspätet. (Künstler haben doch jede Menge Zeit…) Während des Wartens erinnert er sich an ebenso groteske wie rührende Begegnungen, jedenfalls an weitere Kollisionen zwischen Kunst und Wirklichkeit. Die Szene mit „Frau Schwarz“, einer Frankfurter Villenbewohnerin, möchte man kaum glauben: Gibt es tatsächlich Leute, die so vornehm sind, dass sie kaum mit einem Künstler reden mögen und nur durch knappe Handbewegungen andeuten, was sie wollen? Der Feudalismus ist doch Vergangenheit? Aber da gibt es auch die Begegnung mit dem Schickimicki-Ehepaar und seinen drei Kindern: Der Kleinste, eben mal fünf Jahre alt, bleibt beim Atelierbesuch an einem der Bilder hängen und treibt seine verlegenen Eltern zum Kauf: „Papi, ich tue 50 Euro von meinem Sparbuch dazu.“ Es ist das erste Mal, dass in der Familie Kunst gekauft wird.

In einem langen…

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