Der eine Duft

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* © by Arkis

Exkurs:

In seinem Manifest beschreibt Malewitsch in acht Punkten die Funktionen des suprematistischen Spiegels. Im ersten Punkt sagt Malewitsch: «Wissenschaft und Kunst haben keine Grenze, weil etwas, das sich erkennen lässt, grenzenlos ist, unzählbar, denn Grenzenlosigkeit und Zahllosigkeit sind gleich Null.»

Malewitsch wollte nichts mehr nachmachen, nichts wiederholen, nichts widerspiegeln, das es in der Natur gibt. Stattdessen schuf er einen suprematistischen Spiegel, wo alle Bedeutungen von Gott, Seele, Geist, Leben, Religion, Technik, Kunst, Wissenschaft, Intelligenz, Weltansichten, Werk, Bewegung, Raum und Zeit sich in Null verwandeln.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kasimir_Sewerinowitsch_Malewitsch

Wenn man sich das vorstellen kann, bedeutet es, dass das Bestehen dieses absoluten Nichts unmöglich ist, weil es immer jemanden gibt, der etwas als etwas beobachtet und wahrnimmt. Es gibt jedoch eine andere Seite jener ontologischen Wirklichkeit, gelingt es durch das Null hindurch, hinüber zu kommen, lässt sich eine Wirklichkeit mit neuen Entdeckungen, neuen Strukturen, neuen Möglichkeiten erschließen.