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Bekenntnis

Mit Religion hatte ich niemals wirklich etwas am Hut. Bin kein Mitglied einer Kirche, eines Ordens oder sonst irgend so eines Vereins. Mit so was hab ich auch überhaupt nichts, es liegt mir nichts an Vereinsmeierei oder gar spirituellem Gruppengekuschel, und so kann das gerne auch bleiben. Doch, was sich in meinem 33 ten Lebensjahr eines Nachts ereignete, war für mich so unfassbar, wie man sich leicht vorstellen kann, folgt man meiner weiteren Schilderung. Die Erinnerung daran, ist immer noch wie ein farbig – lebendiges Bild im Bewusstsein präsent, und ich befinde mich nun am Ende meines 63 ten Lebensjahres. Ich möchte meine Erzählung so kurz wie möglich halten. Kurzum, ich erlebte in einer, ich nenne es mal in Anbetracht keines besseren Wortes Vision, wie ich gekreuzigt ward. Drei Kreuze, ich in der Mitte hängend, links und rechts von mir zwei weitere Männer jeweils an ein Kreuz gebunden. Alsbald ging ein Mann, er hatte das Outfit eines antiken Söldners, mit einem Hammer und Nägeln in seinen Händen auf mich zu. Mir war mehr als nur mulmig, und ich hörte mich sprechen; he, was soll denn das, könnt ihr mich denn nicht hin binden, so wie mit den anderen beiden auch? Keine Gnade und er schlug zu .. puhhhh … nicht nur schweißgebadet … bin ich erwacht.

Zwei Jahre später hatte ich einen schweren Verkehrsunfall, unter dramatischen Umständen, denn hätte ich nicht blitzschnell reagiert, wären eine Frau und ein Kind dabei drauf gegangen. Ich bin unsagbar dankbar, dass es nur mich selbst erwischt hatte, und außer einer kleinen körperlichen Behinderung, und gewissen Spuren in der Seele, blieb nichts zurück. Hinter das Steuer eines Autos will ich mich aber nimmer setzen.

Vor 9 Jahren zirka fiel ich, in Folge einer chronischen Erkrankung der Lunge, einfach mal um, und hatte eine “Nahtoderfahrung” auf die ich nicht näher hier öffentlich eingehen möchte. Habe einige Zeit später ein Bild dazu gemalt.

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12 Gedanken zu „X

  1. das glaub ich dir aufs Wort *lächel* ich hatte als kleiner Junge mal ab und an schonmal „seltsame“ Visionen, übrigens. Nun gut! Nehmen wirs nicht so …. ;)

  2. Liebe Monika, in mir hat sich etwas bewegt, nachdem ich ziemlich durchgerüttelt ward, war mir, „meine Wunde“ zu zeigen. Danke für deine Worte, und machs gut! :)

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