17 Gedanken zu „Alles Papperlapapp!

  1. Irgendwo las ich, meine es war eine O.T.O. Seite, dass dies die thelemischen Menschenrechte sei. Statt Würde, wie wir es in den Menschenrechte lesen, sollte es dann aber so lauten:
    Erstes und eines der ganz wenigen Paragraphen im „Gesetzbuch“ eines thelemischen Staates müsste dann so lauten: Der Wille (statt Würde) des Menschen ist unantastbar. Begründung: nur der Mensch kann für sich entscheiden was für ihn Würde ist. Das bedeutet, dass der Wille entscheidet wie er würdevoll leben oder sterben will. Die Definition Würde ist keine Wahrheit insofern, da sie definitiv nicht für alle Menschen gelten kann. Und wie der Wille einzigartig ist, ist auch das Verständnis des Einzelnen über den Begriff Würde, einzigartig.:-)

  2. Würde (kommt von „Wert“) ist eine, je nach dem, veränderliche Wertvorstellung und liegt im Individuum selbst.
    Der Wille ist Kraft, die der Bewegung innewohnt. Der Wille des Gottes ist es: „zu gehen“.

  3. Sehe und erlebe ich genauso! Eigentlich ganz gut, in so einem „demokratischen“ Staat zu leben. Man kann immer sehr gut die „Freiheit“ sehen, wenn man das Gegenteil eines Gesetzes, Vorschlag eines Politiker sieht. Manchmal muss ich den Kopf schütteln, wenn ich neue absurde Vorschläge lese, von Politiker, die gefangen sind in einem Netz von Verboten, Drohungen und Strafen (ich meine das Gesetzbuch der BRD). Aber ich kann es auch verstehen, weil das System eben auch den Menschen formen kann, um letztendlich das Verhalten des Einzelnen zu kontrollieren. Und dagegen ist kein Politiker immun.

  4. Ich vermute das alle Atheismen in eine Sackgasse führen. Es gilt generell die menschlichen Motivationen zu hinterfragen. Völlig egal, wie sich ein Mensch selbst definiert. Und ich bin kein Maßstab, das mal zu dem Blödsinn den ich hier schreibe. Maßstab ist keiner, egal wer oder was. Im Herzen anarchisch möchte ich weder herrschen noch jemanden beherrschen, weder führen noch verführen … Alle Politiker und Pfaffen sind Gschaftlhuber und Lügner, ebenso der Rest der Bande.

  5. Jo, Anarchie wäre eine echte Alternative. Aber damit habe ich mich nie richtig inhaltlich befasst. Ich will mal einen Text schreiben, wie ein thelemischer Staat aussehen könnte, da wäre es gut, sich genauer über die Anarchie zu informieren.

  6. Vergessen, Crowley schrieb mal einen Text über Staat und Thelema. habe den Text dann übersetzt, aber das lässt für mich mehr Fragen offen, als ich erwartet habe.

  7. Tja, dazu müsste ich erst genau wissen, welche Fragen es sind. Manchmal liest man etwas, legt es weg und denkt…hm, irgendwie fehlt was… und man kommt aber nicht auf die „Frage/Antwort“. So ist es noch bei mir.

  8. eine Facette möchte ich noch erwähnen, was haben wir (schon) gelacht … das Liber Oz spiegelt auch den feinen britischer Humor des Verfassers wider.

  9. Crowley war doch im Grunde nicht „nur Magier “ als auch vor allem Künstler: „Liebe ist das Gesetz … „, hat was Absurdes, und hat was von „DADA“, es hält „dem Puritaner“ den Spiegel vor die Nase.

  10. Danke für den Link, ich werde es mir auf jeden Fall durchlesen. Crowley, genau weiß ich es leider nicht mehr, das müsste ich jetzt nachlesen, (bin aber unterwegs), verstand sich auch als Künstler und das man über die Kunst seine Welt erst verstehen kann bzw eine Sprache ist zu seinem höheren Selbst (Sinngemäß). :-)

  11. Übrigens, falls du es noch nicht kennst, Nietzsche, Vom neuen Götzen:
    Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
    Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beisst er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.
    Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes! https://gutenberg.spiegel.de/buch/also-sprach-zarathustra-ein-buch-fur-alle-und-keinen-3248/22

  12. O, der gute olle Friedrich, dessen Gedanken begegnen mir, in Fragmenten, letztens wieder des öfteren. Es ist so lange her, dass ich die Genoelogie der Moral, den Antichristen und den Also sprach Zahathustra (aus welchem ja das Zitat stammt) gelesen habe. Vorgestern ging es z. B. auf einem blog um das Scheitern, und mir fiel dabei ein,“was aber groß ist am Menschen, ist sein Scheitern“ (so ähnlich). Wir alle lernen dieses Scheitern schon früh. „Ich will“, sagt das Kind, beginnt zu laufen und fällt nicht nur einmal auf „die Nase“ und steht wieder auf … und so weiter. Ohne Scheitern quasi auch kein Weiterkommen. In der Tiefe betrachtet, ist der Wille, das Spielzeug des Kindes. ;)

  13. „In der Tiefe betrachtet, ist der Wille, das Spielzeug des Kindes.“
    Sehr schön formuliert, da fallen mir die Worte von Heidegger ein: Das Denken lernen wir, indem wir auf das achten, was es zu bedenken gibt. (Was heißt Denken) und dein Satz besitzt die Tiefe, wie du es auch erwähnt hast und somit auch eine andere, neue Perspektive für mich ist, welche bedenkenswert ist.

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