14 Gedanken zu „Dr. Frankensteins Labor

  1. klasse, unübersehbar genital, phallisch… – monsteriös !

    eigentlich wusste ich sofort, was ich zum bild, zum stil sagen wollte, woran es mich erinnere: ALIEN und GIGER.

    eigentlich seien genitalien nicht mit furcht oder ängsten besetzt, für mich niemals, eher erregend statt abstossend in sinnlicher präsenz, schöner zu zwein, doch allein auch gern wahrgenommen als lustvoller stimulus lebendig zu sein.

    eigentlicher ansatz: das tabu des eregierten penis mag ich jetzt nicht einfach mit der doppelmoral erklären, weil die
    weibliche erotik als objekt vermarktet wird in allen medien als verkaufsfördernd wirksam bis hin zum da geht noch was, da geht noch viel mehr – der mann als sexualobjekt
    wird dann eher der schwulen käuferschicht zugewiesen.

    doch was ist der tatsächliche grund zum tabu des erigierten penis? also ich mag meinen und er ist nach wie vor ein teil vom ganzen, all des organischen wie auch des physischen und des lustprinzips, nicht nur für‘ s flüssige sondern gern auch für spiele der erwachsenen den härten des erlebens gewachsen und trotz alledem nicht mehr allzeit bereit.

    der eregierte penis ist in softpornos tabu, darüber hinaus ziemlich gnadenlos in hardcore pornos als ultima maximus vermarktet, der schwanz als optimierter körperkult ohne die biologisch gesetzten grenzen, immerzu standhaft wie der fels in der brandung. die erniedrigende dominanz und die simulierte lust der vagina, schamlippen, kliTORis, etc.

  2. Das Tabu liegt m. E. nicht zuletzt in der kath.-christlichen Leibes und Lebensfeindlichkeit verborgen, lieber Dietmar. Davon bin ich selber nicht involviert. Nun ja, es war nicht explizit der Ausgangspunkt und Thema des Bildes. Eher der Glaube oder gar die Sehnsucht gewisser Propheten, der transhumanen, künstlichen Intelligenz, an die technisch machbare Optimierung des Menschen. Stichwort: der „neue“ Prometheus. Hans Rüdiger Gigers (den ich persönlich kannte) Haupt-Thema, war der okkulte Mythos des Sexus und das Trauma der Geburt.

    @ Transhumanismus https://artofarkis.blog/2017/09/11/die-dunkle-seite-der-macht/

    und hier zur Leibesfeindlichkeit –
    https://arkisart.wordpress.com/2016/03/17/die-aufsteiger-und-die-absteiger

    herzliche Grüße

  3. mit dem „Tabu der kath.-christlichen Leibes- und Lebensfeindlichkeit bin auch ich nicht involviert.“ – jedenfalls schon lange nicht mehr, 1971 kirchenaustriitt, geistig, seelisch und körperlich schon sehr viel früher.

    mit okkultem, mystischem, magischem oder dem esoterikboom als glaubens-ersatz in einer heillos zerrissenen, globalisierten welt, kann ich nicht mehr mein bewusstsein umkrempeln.
    ich denke viel, oft zu viel über das scheitern nach, das ich keineswegs bedaure, sonst säße
    ich im dilemma des selbstmitleids fest und das wäre kein weg, der mich von trübsal erlöse.

  4. Allen GINSBERG kommt jetzt wie gerufen. danke Arkis
    doch wer ist Hans Rüdiger – ein schauspieler,
    weil du hatte schreibts, ist er wohl jüngst verstorben?

  5. Hei Dietmar! Hans Rüdiger ist der H.R. Giger, der 2014 in Folge eines schweren Sturzes verstarb. Dachte ich mir, dass, wie mir auch, dir A. Ginsberg passt, und wieso kam er wie gerufen ;) ?

  6. A.Ginsberg ein schamane der Beat Generation seine schreibtechnik und seine oft langen gedichte seine assoziative gesehenes gehörtes zu vermischen mit fremden kultuern kritischer reflektion amerikas habe einen gedichtband im regal gefunden des jahres 1968 unglaublich bereits seine titel der gedichts sind eine provokation für das etablierte amerika später hat er einen starken einfluss texte in der rockmusik gehabt stand mit hells angels auf der bühne starke verbindungen zu Jack Kerouac, Burroughs – titel aus dem gedichtband: Pentagon exorzismus, wer wird das universum übernehmen,, Fernsehen war ein baby das auf jene todesfälle zukroch / siehst du, ich war 24 als ich Ginsbergs gedichte las und später J. Kerouac on the road again … das ist auch hier und heute noch bedeutsam nichts geht verloren / von Augenblick zu augenbĺick bloss nicht nachlassen / doch wenn ich die daten sehe: 1964-1968 1971-1991 2000-2019 dann wird’s langsam enger mit der eigenen lebenszeit

  7. Da bin ich ganz bei dir. Daten und oder Erinnerungen – Zeit, ist immer ja auch relative Lebenszeit. Im Absoluten, was die Negation aller Positivas ist, außer der Negation, spielt sie keine Rolle. Der Raum wird immer der Raum, des Beobachters sein. Die Zeit jedoch, ist X … die Achse des Rades, der Würfel im Kreis, die Ergänzung des Raumes und wird niemals gefunden werden können. „Kommet zu mir ist ein törichtes Wort, denn Ich bin es der geht“.

  8. A. Ginsberg: born 3.6.1926 in New Jersey – dead: 5.4.1997 in New York – glaubst du noch an zufälle oder eher an die synchronizität der ereignisse? denn heute ist der 5.4.2019 ehren wir ihn in unserem denken – vor 22 jahren starb er in New York

  9. Wow! „Zufälle“ betrachte ich als Fügungen im Kontext zu Ereignissen in Lebensläufen. Übrigens, wer mit mir kommuniziert erlebt das des öfteren. Ich hab keinen Schimmer von Ahnung wieso. Der Maler und Künstler Siegfried Otto Hüttengrund vermeinte einmal in/an mir, den Archetyp des Schamanen zu erkennen. °°-)

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