Der Riss …

… im Schleier

Die Verneinung ist Garant und Regulativ zur Bejahung. Doch was kümmert ein Ja oder Nein? Nichts! Das Absolute, der Abyss, die Dunkle Nacht der Seele, dies ist alles das Selbe, undenkbar, sind sie jenseits allem Denkens. Es ist die Negation, die totale Auflösung von Allem. Es ist als eine Gnade empfunden da heil und ganz wieder herauszukommen. Doch, was zuvor Ich war, ist nicht mehr. Was Hier, und was Das genannt wird, ist wie fließendes Wasser. Nichts ist, nichts wird, und Nichts, ist nicht.

(Nach einer lang wach liegenden Nacht, heute Morgen ins magische Tagebuch notiert)

Harzöl-Tempera-Mischtechnik auf Leinwand 80 x 60 cm

by Arkis 2008

NOX

LUX

18 Gedanken zu „Der Riss …

  1. „Süßer“ Gravatar. Hatte auch einmal so ein Foto, mit Lederhose und Schwesterlein. Das Foto ist leider verschollen. Lieben Gruß an dich Lu.

  2. Schade, lieber Arkis. Das war ich damals noch in Sachsen auf dem Weg in den Kindergarten mit einer Kollegin *g*
    Liebe Grüße vom Lu

  3. Sprich auch du,
    sprich als letzter,
    sag deinen Spruch.

    Sprich −
    Doch scheide das Nein nicht vom Ja.
    Gib deinem Spruch auch den Sinn:
    gib ihm den Schatten.

    Gib ihm Schatten genug,
    gib ihm so viel,
    als du um dich verteilt weißt zwischen
    Mittnacht und Mittag und Mittnacht.

    Blicke umher:
    sieh, wie’s lebendig wird rings −
    Beim Tode! Lebendig!
    Wahr spricht, wer Schatten spricht.

    Nun aber schrumpft der Ort, wo du stehst:
    Wohin jetzt, Schattenentblößter, wohin?
    Steige. Taste empor.
    Dünner wirst du, unkenntlicher, feiner!
    Feiner: ein Faden,

    an dem er herabwill, der Stern:
    um unten zu schwimmen, unten,
    wo er sich schimmern sieht: in der Dünung
    wandernder Worte.

    http://www.planetlyrik.de/paul-celan-ausgewahlte-gedichte/2011/06/

  4. PAUL CELAN als ich vor vielen zum ersten mal seine gedichte las, war ich sprachlos und habe alles was ich las in ein heft geschrieben, zur verstärkung des gelesenen. seine todesfuge DER TOD IST EIN MEISTER AUS DEUTSCHLAND habe ich mit typografischen sprachbildern reflektiert, hat mich lange beschäftigt. seine liebesgedichte ( Ingeborg Bachmann ), seine zeit in der gruppe 47…
    danke für dieses gedicht, das mir besonders viel bedeutet.

  5. Lese ich Celan, dann kommen mir Tränen über die Backe, es geht so erschütternd tief. Mit der Gruppe 47 wurde er allerdings, oder besser, sie mit ihm, nicht wirklich „innig“. Der deutsche blinde Fleck, (neutral gesagt), des Egregore der Gruppe, hat ihn rausgeekelt.

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