Wer

das Helfen aufgibt

ist für den Menschen

die beste Hilfe.

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by Arkis

Logion 14 –

Jesus sprach zu ihnen: „Wenn ihr fastet, werdet ihr euch Sünde hervorbringen. Und
wenn ihr betet, werdet ihr verurteilt werden. Und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr
Schlechtes für euren Geist tun.“

….

„Denn was in euren Mund hineingehen wird, wird euch nicht beflecken. Vielmehr das, was
aus eurem Mund herauskommt, das ist es, was euch beflecken wird.“

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Art of Arkis

Maler und Zeichner des phantastischen Realismus - Künstler und Magier-Philosoph Artist and magician-philosopher. Die Idee ist die Emotion des Geistes, während Emotion der Reflex der Seele ist.

14 Comments

  1. WER
    das Helfen aufgibt
    ist für den Menschen
    die beste Hilfe.

    Das erinnert mich an Heidegger. Heidegger sprach von einspringender Fürsorge und vorspringender Fürsorge. Gehst du einfach hin und hilfst einem, ohne ihn gefragt zu haben oder ohne das tatsächliche Hilfe (weil er unabsichtlich sich in Gefahr gebracht hat), dann spricht man von einer vorspringender Fürsorge und diese ist absolut zu vermeiden. Es beleidigt (meiner Ansicht nach) die Würde des Menschen, ganz zu schweigen davon, dass der Wille des anderen missachtet wird.

  2. Das wirklich wenige was ich zu Heidegger weiß bezw. nicht weiß, erschien mir zu kompliziert bis verschwurbelt. Deine Interpretation trifft es gut, nur das mit der Würde, hm, ich sehe die ganz woanders, meist subtil und unsichtbar, aber massiv verletzt, bezw. überhaupt gar nicht berücksichtigt.

    Der Satz stammt übrigens, sinngemäß, aus dem Tao te King.

  3. Ist das die Übersetzung von Crowley? Er war ja damals sehr unzufrieden mit den Übersetzungen und hat es dann persönlich neu übersetzt.
    Ja Heidegger ist wirklich schwierig. Da er seine eigene Sprache entwickelt hat und man muss schon etwas verrückt sein und einen Faible dazu haben. Ich hatte damals gute Mentoren, welche mir Heidegger etwas näher brachten. falls du mal ein „einfaches“ Büchlein lesen willst, dann empfehle ich dir „was heißt denken“. kann man für 3 Euro oder so kaufen. Oder als Video: https://www.youtube.com/watch?v=rQnQefONxM0
    Heidegger hat sich auch sehr intensiv mit Hölderlin und Nietzsche befasst und er gehört für mich zu den Philosophen, die das Göttliche gesucht haben und versuchte seine Erkenntnisse niederzuschreiben. Und darüber, so las ich, hat er sich sehr schwer getan und fand die deutsche Sprache als unzureichend. Darum hat er „seine“ Sprache entwickelt.

  4. Nein die Übersetzung ist, ich kenne einige, werde unten einen Link setzen, vom einem Stephan Mitchell wiederum ins Deutsche von Peter Kobbe. Hab ich nicht gekauft, ist ein altes Geschenk. Translationen sind eben „nur“ Translationen, mit mehr oder weniger Interpretation. Danke für den Link. Allerdings Gott suchen zu wollen, lach, dieser Gedanke impliziert ja schon ein gewisse Tragik ;) (= ja kein Objekt) doch was solls, da ist eben ein Sehnen oder was auch immer, und man beginnt …. oder setzt es fort u.s.w.

    Umfangreich: http://web.archive.org/web/20100413143426/http://home.pages.at/onkellotus/TTK/_IndexTTK.html
    oder weniger http://www.das-klassische-china.de/Tao/Ubersicht%20der%20versch%20Ausgaben/index.htm

  5. Objekt als auch Subjekt, :-) Crowley drückte es sinngemäß so aus. ich bin Gott, Teil jenes eines Gottes.
    Ja Translation hat was für sich. Ich bemerke immer wieder, wenn ich versuche Autoren zu verstehen, das dies faktisch unmöglich ist, aber trotzdem versuche es so zu übersetzen, dass es für alle verständlich wird, zumindest die Substanz. Das problem ist nur, habe ich es richtig verstanden und für wen habe ich es richtig verstanden, für mich oder für andere? Natürlich nur für mich, aber was ist mit den anderen? Ein ewiger Kreislauf, aber macht Spaß…irgendwie…wo ist der Alkohol!!! :-)

  6. … ach was ! so oder so, weder Objekt noch Subjekt, ich will mich doch nicht begrenzen, in dem ich mich als einen Gott … und doch, klar hat was, nur ein Teil ist immer auch ein Ganzes … Holon in Holon … kleines ich und großes „ICH“ ist ein zum Ende und wieder zum Anfang gekommener Gedanke. (liegende Acht-genau-ewiger-Kreislauf-unendlich) „… und eins in acht, was wesentlich ist, denn ich bin wahrhaft keines … “ Du machst das übrigens echt gut, mir läuft es jedenfalls gut rein …

  7. Absolut! ich habe es nur angelesen, vllt. lese ich es mal durch. Ich glaube eh, dass man es erst dann verstehen kann, wenn man ein gewissen „Wissen“ erreicht hat, eine bestimmte Bewusstseinsstufe, so wie es eigentlich mit allen heiligen Schriften ist und das Tao Te King ist für mich, echt schweres Kaliber. Ich erinnere mich noch, als ich das Liber AL mit 14 oder 15 zuerst gelesen habe…“kopfschüttelnd und verständnislos legte ich es wieder weg und rührte es jahrelang nicht mehr an“… . :-)

  8. „Du macht das übrigens echt gut, mir läuft es jedenfalls gut rein …“
    Gilt auch bei mir, ein Gleichgesinnter und doch anders, aber ähnlich und wiederum gleich in Gedanken und Tat, aber doch Einzigartigkeit in seiner Weise, so wie ich es bin.

  9. das Liber Al, hat mich übrigens (79 das erste mal gelesen) sofort an das Tao te King erinnert .. seltsam … ja jenes Wissen, das Wissen des Nicht-wissens ;) … mir ging es ähnlich mit dem Al, heutzutage fallen mir in Kontexten immer mal wieder Sätze davon ein. Ist bei heiligen Büchern ja auch nicht ungewöhlich. Ein anderes Phänomen beobachte ich schon eine ganze Weile, nämlich eine ad hoc intuitive Einsicht des „Verstehens“ … beim Lesen oder hören solcher doppelsinnigen „Glyphen-Texte“.

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