Jenseits des Mondes

(YESOD)

Eine Anrufung in Mondsprache

Stille! Der Mond beendet seine Bewegung,
Auch dies war lieblich
In der Luft, in der Luft, in der Luft!
Wer Will, wird erlangen
durch den Mond, und durch Mich und durch den Engel
des Herrn!

Doch nun hört die Stille auf
und der Mond nimmt lieblich zu;
Dies ist die Stunde der Einweihung –
Initiation, Initiation, Initiation.
Honigsüß, der Kuss der Isis ist;
Mein eigener Wille ist beendet,
Denn der Wille ist erlangt.

Schau, das Löwenkind schwimmt (im Himmel)
und es wirbelt der Mond:
Du (bist es) Du (bist es) Du (bist es!)
Triumph; der Wille macht sich davon (wie ein Dieb in der Nacht),
Der STARKE WILLE, der wackelt und wankt
Vor Ra-Hoor-Khuit! Hadit! -Nuit!

Lob sei dem Gott O A I
Am Ende und wie am Anfang!
Hier möge niemand fallen,
Der erlangen will
Das Schwert, die Gleichgewichte, die Krone!

kundalini-by-arkis-1989

by Arkis

26 Gedanken zu „Jenseits des Mondes

  1. Also das Gemälde ist echt der Oberhammer und mit deinem „Lobgesang“ (ich nenne es mal so) ist es wunderschön. Das Gemälde drückt für mich schon ein „zu viel“ von Eindrücken aus. So als müsste ich mir erst mal im Klaren sein, was mir das Bild tatsächlich und „eigentlich“ (Heidegger *hust*) ausdrücken will, obwohl es das ausdrückt was ich spüre. Nur scheint der Verstand es noch nicht zu begreifen.

    Es drückt aus, dass ich ES (Gott oder wie auch immer man ES nennen mag) will, aber ich Angst davor habe ES zu erreichen. Doch die Sehnsucht dahin will und kann nicht anders und der Feind sagt, lass es und sei zu“frieden“, alles andere ist purer Krieg!

    Dooooofer innerer Schweinehund… . ;-)

    ich wüsste nicht mal wo ich das Gemälde aufhängen würde, wäre es meines, vllt. , nein, nur Im Tempel, aber selbst da ist es für mich noch zu stark, viel zu stark. Es wäre so was wie ein Mahnmal, unerträglich und doch ein Hinweiser und Ratgeber.

    Dein Gemälde wirkt, also ist es Wirklichkeit!

  2. ist das schlimm für dich? nö … oder ? „Laßt meine Diener wenige sein & geheim: sie sollen die Vielen & die …. Erwarte ihn nicht aus dem Osten, noch aus dem Westen; denn aus ….. Möge er nicht danach suchen: denn dadurch allein kann er abfallen davon.“ ;)

  3. jepp! wobei dies „Nichts“ hat’s echt in sich … *miteinemzwinkern* Ablenkung, ist wie ein Mäandern zum Nicht-Ziel („alle Wege führen nach Rom“)

  4. Crowley: „der Reisende der nach Rom will, muss seine eigene Füßen benutzen-seinen Willen dort anzukommen; aber sollte er den Rat von den verschmähen, die dort gewesen sind und auch den Weg kennen, und auch die Landkarte der Länder, durch die er kommen wird, ist er bloß ein Narr, der in seiner Torheit nur noch von denen übertroffen werden kann, die alle Straßen abwechselnd ausprobieren und auf keiner ankommen.“ (gesammelte Schriften 3, Seite 60). Das drückt genau das aus, was ich gerade tue (alles andere NOCH(mal) auszuprobieren, obwohl ich eigentlich den Weg kenne), zumindest war ich betroffen von dem Absatz und dann kommt so ein prachtvolles Gemälde von dir!

  5. Sorry, nicht Gemälde, KunstWERK! irgendwo las ich, dass Werk früher eine ganz andere Bedeutung hatte als heute. Ich glaube es war Kant, der statt Werk, einen anderen Begriff bzw Bedeutung beigab, welche eher profan klingt. Leider weiß ich nicht mehr wo ich das genau las.

  6. Dank für den Auszug … ich machs kürzer: alle bereits angelegten Wege, sind Langweiler: (d)ein Pfad, ensteht beim Gehen. Ein anderer mag darauf straucheln, bis er bemerkt, dass er sich nur selber im Wege stand.

  7. Das Werk ist nicht zu trennen vom Tun, doch wenn es getan ist, wird es sich selbst überlassen … der Künstler … hm wie kann ich es sagen, der Künstler arbeitet mit Seiendem, doch das Nicht-Seiende macht den Nutzen aus.

  8. Irgendwie hast du Heidegger begriffen, zumindest lese ich bei dir Heidegger, also das was ich zumindest begriffen habe. Wenn die nächsten Wochen gut sind, werde ich übrigens eine kleine Wanderung zu Heideggers Hütte machen, so für 4-7 Tage (Rucksack und so), wohne ja nicht so weit weg von der Hütte. Vielleicht mache ich dann ein kleines Video.

  9. Heidegger, kenne ich nicht wirklich *sorry* Die Hütte, in Meßstetten, auf der Schwäbischen Alb, ist auch nicht wirklich weit von „hier“. Selbst hab ich ein paar Jahre auf de Alb gewohnt. Zillhausen und in Albstadt gearbeitet als Garn und Nähfaden Großhändler ;).

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