Wie ein Magier

und oder Künstler, ist der Geist, doch keiner kann ihn finden.

“Das Gleichnis vom Geist aus dem Avatamsaka-Sutra wird im Kattoshu, Fall Nr. 102, angesprochen. „In der gesamten Welt gibt es nichts, das nicht durch den Geist hervorgebracht wird“, so lautet eine Kernaussage des Avatamsaka-Sutra. Die Erscheinungsformen dieser Welt – die „fünf Skandhas“ – werden von uns in der Regel zunächst einmal persönlich genommen. Wir personalisieren die Dinge und die Verhältnisse und dann neigen wir dazu, uns damit zu identifizieren. Diese Tendenz des „Greifens“ soll in der Zen-Praxis dekonstruiert werden. Dagegen zeigt sich in der Wahrnehmung des Künstlers die Welt als Entwurf. Und gerade dann, wenn wir spielen, erleben wir oft die tiefere und eigentliche Schönheit der Welt. Indem wir „abhold wählerischer Wahl“ werden und weniger ergreifen, sondern unmittelbarer erleben, kann sich die offene Weite und die Klarheit zeigen, von der Bodhidharma sprach. Das ist das, was wir im Zen anstreben: Dass wir uns vom Geist so ergreifen lassen, dass wir unsererseits nichts ergreifen müssen.”

4 Gedanken zu „Wie ein Magier

  1. 1. Nu! das Verbergen von Hadit.
    2. Kommt! ihr alle, und vernehmt das Geheimnis, das bislang
    noch nicht offenbart worden. Ich, Hadit, bin die Ergänzung
    von Nu, meiner Braut. Ich bin nicht ausgedehnt, und Khabs
    ist der Name meines Hauses.
    3. In der Sphäre bin ich überall das Zentrum, so wie sie, der
    Umfang, nirgends zu finden ist.
    4. Dennoch soll sie erkannt sein & ich niemals.
    5. Siehe! die Rituale der alten Zeit sind schwarz. Die schlechten
    sollen verworfen werden; die guten sollen gereinigt sein
    durch den Propheten! Dann wird dieses Wissen das rechte
    werden.
    6. Ich bin das Feuer, das in einem jeden Menschenherzen
    brennt, und im Kern eines jeden Sterns. Ich bin das Leben
    und der Geber des Lebens, doch darum ist das Wissen um
    mich das Wissen um den Tod.
    7. Ich bin der Magier und der Exorzist. Ich bin die Achse des
    Rades und der Würfel im Kreis. “Kommet zu mir” ist ein
    törichtes Wort: denn ich bin es, der geht.
    8. Die Heru-pa-kraath anbeteten, haben mich angebetet;
    falsch, denn ich bin der Anbeter.
    9. Bedenkt ihr alle, daß das Dasein reine Freude ist; daß all die
    Sorgen nichts als Schatten sind; sie ziehen vorbei & sind getan;
    aber da ist das, was bleibt ……

    Liber al vel legis Kap II bis Vers 9

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