Über die Trostlosigkeit

Art of Arkis

… des Existentialismus Heideggerischer Prägung und all den anderen Clowns des Nichts. Sie sahen den Wert des Menschen und des Alls nur von ihrem Ende her. Ihre eigene Trostlosigkeit war ihnen zum notwendigem Merkmal der Wahrheit geworden. Jegliche andere Weltsicht, insbesondere eine Okkulte, die Bedürfnisse erfüllte galt ihnen im Vorfeld schon als verdächtig. Das ging sogar soweit (die Algorithmiker, diese transhumanistischen Zauberer aus Silicon Valley, sind heutzutage alle samt von derselben Konsorte), dass diese Popularisierer naturwissenschaftlicher Anschauungen über ihre eigene Untergangsmentalität hinaus ins Schwärmen gerieten und es immer noch tun.

Mischtechnik 1987 © by Arkis

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Art of Arkis

Maler und Zeichner des phantastischen Realismus - Künstler und Magier-Philosoph Artist and magician-philosopher. Die Idee ist die Emotion des Geistes, während Emotion der Reflex der Seele ist.

18 Comments

  1. Ja, er spaltete die Geister, und seine Philosophie tut es heute noch manchem an. Mir nicht, ich gehe da lieber Holz hacken, *g* jeden Morgen, wenn es kalt ist, Spächtele zum anheizen der Glut. Umarmung.

  2. Ja war sehr prägend für mich, der gute alte Mann aus dem Südschwarzwald. :-) Und so gottlos war der gar nicht, für ihn war folgendes klar:.
    „Die Philosophie wird keine unmittelbare Veränderung des jetzigen Weltzustandes bewirken können. Dies gilt nicht nur von der Philosophie, sondern von allem bloß menschlichen Sinnen und Trachten. Nur noch ein Gott kann uns retten. Uns bleibt die einzige Möglichkeit, im Denken und im Dichten eine Bereitschaft vorzubereiten, für die Erscheinung des Gottes oder für die Abwesenheit des Gottes im Untergang; dass wir im Angesicht des abwesenden Gottes untergehen.“

  3. Untergansphobie und Faszination in einem, und gleichzeitig damit auch eine implizite, fixe Faszination fürs Abgründige, lese ich da raus. Klasse, freut mich, dass du was sagst dazu, dachte auch daran dich zu fragen. Mir kommt es so vor als würde diese Aussage „seine“, und Philosophie im Allgemeinen, ad absurdum führen, wenn sie nicht mit ins Leben selbst führen kann, quasi keine Erdung damit möglich wird, was soll es dann? Dann bleibt es eben eine Wichserei des Nichts. Irgendwo las ich mal, Philosophie hieße „sterben lernen“, und das macht m. E. das Leben aus, den Tod zu integrieren, denn ohne, kein Leben. In unserem Zeitgeist scheint mir genau das verdrängt oder gar im gegenteiligen Extrem nekrophil verherrlicht zu werden. Göttlichkeit ist m. E. weder Anwesend noch Abwesend, wenn, dann ist sie einfach, absolut und relativ, der selbe Urgrund. Wie gesagt, ich verstehe ihn nicht, was weiß denn ich ?

  4. was ich unten bez. oben geschrieben habe, halte ich selbst teilweise für „Quark“ .. …. .. ist halt nur das, was ich als Resonanz dazu bei mir wahrnehme .. kann sich ja evtl. noch ändern.

    http://www.philolex.de/heidegge.htm

    ich blick da echt gar nix, der Verfasser des philolex scheint mir einen fundierten Blick darauf zu haben. :( „egal“ doch um das Liber Al zu lesen, brauch ich weder Hegel noch Heidegger.

    Bin ja im Grunde selbst (k)ein Philosoph.

  5. Ich hoffe die Aussage über den Tod und das Leben gehört nicht zum Quark?! Ich schaue mir gerade „im Westen nichts Neues an (1930)“ und mir fällt immer wieder bei Filmen, Nachrichten usw. auf, wie schrecklich der Tod doch sei. ich glaube so langsam, dass ist ein richtiges Übel auf der Welt wo wir leben. Was wäre es für eine Welt, wenn alle an Reinkarnation glauben, an Karma? Stattdessen sind wir verseucht von Tod, ewige Strafe, Hölle und anderes Zeug. Es gibt 2 Punkte in meinem Leben, wo ich noch nicht erlebt habe bzw in dieser Inkarnation erleben will, einer der Punkte ist Krieg. Mal sehen ob ich mir die Hose voll mache oder ob ich das bin, wovon ich meine überzeugt zu sein. :-)
    Der Tod, oh Mensch, ist dir verpoten! „Wirf ihn auf den poten“…fallt mir gerade dabei ein…, kennst du die Szene?

  6. *g* ja erinnere mich, Monty Python, einfach geil! Ja, das gehört nicht zum vermeintlichen „Quark“. Krieg und Co, ist ja in der Welt, und unsereins ist indirekt involviert. Für den Status-Symbol-Gott Automobil, nur ein Beispiel von vielen, fallen laufend Menschenopfer zur Verfügung, und da wird sich über die Menschenopfer der „primitiven“ Azteken z. B. „lustig“ gemacht. Nix neues unter der Sonne. :(

  7. Genau, dieses Töten des Anderen, weil andere es so befehlen, ist schlicht unehrenhaft. Da stimme ich dir voll zu. Und doch, was mache ich, wenn ich im Krieg bin? Ich denke ich will es einfach wissen. Mich düngt es, dass ich im ersten oder zweiten Weltkrieg dabei war, zu sehr gefallen mir die Filme oder die Lieder aus dieser Zeit. Andererseits denke ich mir, wofür willst du tatsächlich sterben? Stell diese Frage an jmd der für etwas schwärmt und frage ihn/sie würdest du dafür tatsächlich sterben? Ich würde für meine Erfahrung sterben wollen, ich oller Egoist… ;-)

  8. Yepp, finde, das hast du prima auf den Punkt gebracht. Habe, so scheint es mir, auch Erinnerungen, eventuell auch kollektiver Art durch die Ahnen, an den II Weltkrieg, hatte auch einmal mehrere Träume darüber. Bin ebenfalls interessiert an diesen vergangenen Ereignissen und Hintergründen (ganz im Gegensatz zu m. Frau, sie kann das nicht ab). Ja, gute Frage, ich weiß es nicht, generell ist doch der Tod immer mit an Bord, also sterbe ich um oder fürs Leben oder so ähnlich, sag ich nun mal etwas leichtfertig. Bin ja dem Tod in dieser Inkarnation schon zweimal nahe gewesen, ihm von der Schippe gesprungen. Ich spüre keine Angst, bin doch nicht lebensmüde. *g* Also, der romantische „kleine“ Tod, den du anklingen lässt, ist ja so eine Redewendung, ja klar, immer mal wieder. Gehört mit zu. Oder ein Orgasmus, auch kleiner Tod genannt, ebenso der Tiefschlaf …

  9. „Ich würde für meine Erfahrung sterben wollen, ich oller Egoist… ;-)“ „Die Taube und die SCHLANGE“, nämlich auch der „Baphomet“ mit dem „solve et coagula“ hat da eine Korrespondenz zu.

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