Tunnel

führen mich in die Tiefe labyrinthischer Träume längst vergessen geglaubter Ängste. In den Schächten lauern Ablagerungen, die monströs vor sich hin dünsten und mir den Atem nehmen. Mich würgt es, und hustend erwache ich. Fenster auf und kalte frische Luft, etwas feucht, der Novembernebel strömt in meine Lungen. Noch etwas benommen atme ich tief aus und sanft wieder ein – aus —— und folge dem Atem bis in die Fußsohlen hinab. Nun steh ich auf festem Boden, spüre mich wurzeln bis Amenti, und ich, mich und mein, die Mumie, wickelt sich aus den Bandagen, der Kopf ragt bist in ein schwarzes Loch hinein, und die gefühlte Zeit dreht sich wie eine Schlaufe nach innen.

novembernebelwesen2011

Drawing by Arkis

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