Zeitenwind

„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich doch heute mein Apfelbäumchen pflanzen.”
Martin Luther (1483-1546), dt. Reformator

Weltuntergang
„So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen. Es ist soweit.”
Hoimar von Ditfurth (1921-89), dt. Wissenschaftspublizist

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Die Sonne unterhält in Wirklichkeit einen Modesalon in der Straße der Illusionen und die Models, die die Mode tragen, sind Kleiderbügel, die in der Leere der Nichtexistenzen durch Raum und Zeit gleiten. Die Reduzierung auf Modelle, Tabellen und Zahlen, auf feinmechanische, elektromagnetische …. Verzahnung und Verflechtung aller Lebensbestandteile des Universums auf eine scheinbar kontrollierbare Realität, ist aus der Sicht des Universums eine göttliche Komödie.

Warten auf Entwicklung, Veränderung , bangen auf  Untergang, und die Suche außerhalb seiner selbst,  ist Teil der Illusion. Die schöpferische Kraft hat sich doch bereits in uns selbst erkannt um hier und jetzt zu  sein. Die Benennung von Katastrophen ist eine nachvollziehbare menschliche Beurteilung  über kosmische und natürliche Geschehnisse, Bewegungen, die dem Universum von je her innewohnen. Wir erschaffen uns davon eigene Bilder und nennen sie Schöpfung oder Evolution … und so weiter …

… echt spannend,  diese Strukturen unserer selbst erschaffenen Vorstellungen von der Außenwelt als solche zu erkennen und uns aus dieser Matrix zu lösen, ohne aber die Suche nach dem uns speisenden, inneren Schöpfergeist dabei aufgeben zu müssen.

timewind-by-arkis

Wir erreichen die Wirklichkeit durch eine Erkenntnisform, die unsere eigenen Gespenster so los wird, indem wir sie bewusst annehmen und den seelischen Hebel erkennen, mit dem sie uns zum Narren halten. Dann, und nur dann, können sich die inneren Flammen mit den Äußeren verbinden, damit einerseits das Ewige in uns sich mit dem Ewigen außerhalb unserer selbst verbindet, bis zu jener Identität des Selbst mit dem Ewigen Selbst: ein Zustand, den die Mystiker, die Auflösung im Feuer nennen, der auf dem Weg des Wissens zu erreichen ist, und direkt durch unsere innere Hölle führt, dem der Untergang einer Welt folgt.

Auferstehung: das Ich löst sich und entschwindet ins Göttliche hinein, das allein bleibt.

Ein Gedanke zu „Zeitenwind

  1. Tao te king

    Vers 78
    Nichts auf der Welt
    ist so weich und nachgiebig wie Wasser.
    Doch um das Harte und Unflexible aufzulösen,
    kann nichts es übertreffen.

    Das Weiche überwindet das Harte;
    das Sanfte überwindet das Starre.
    Jeder weiß, dass dies wahr ist,
    aber nur wenige können es in die Praxis umsetzen.

    Deshalb bleibt der Meister
    inmitten von Trauer gelassen.
    Das Böse kann nicht in sein Herz eindringen.
    Weil er es aufgegeben hat zu helfen,
    ist er die größte Hilfe der Menschen.

    Wahre Worte scheinen paradox.

    Nach Stephen Mitchell
    Vom Englischen ins Deutsche

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