Ludis Strata II

IN AMENTI

Das Sternenbewusstsein träumt sich in die manifestierte Existenz. Es ist alles eine Aufzeichnung. Nach dem Tod des Egos, in der Initiation, spult alles dies ab wie ein Film. Das kosmische Bewusstsein, ist und bleibt jenseits der Raum und Zeitkreise. Wahrlich, ich habe keine Zeit, und die Seele ist wie ein unendlicher Raum, im Raum im Raum …. Weite, nichts als Weite. Nuit, ich, der sich erschlug und der die Wahrheit in M.a.a.t. spricht, grüße deine Gegenwart im Nichts.

Da dies, was wir als Wachzustand kennen dazu neigt es in diesen Begriffen zu interpretieren, in dem Vernunft und die Realität herrschen kommen wir da so nicht raus, da der von T. Leary sognt. „semantische Schaltkreis“ unendlich ist. Nehmen wir als Beispiel das Wort „Nichts“, ein Nichts ist nicht vorstellbar, da es kein Etwas ist. So ist es mit allen vom Verstand her be-dingten Worten, es sind Abstraktionen des Logos. Sie selbst sind leer, nur tote Begriffe, Hülsen, Maya, Lila, Nuit, Shakti, ein Ausdruck das SPIELES des Bewusstseins mit der Kraft. Dies, was in der Poesie (Magie) zum Ausdruck kommt, also dies, was vom Verstand aus als irreal, surreal, unwirklich interpretiert wird, gehört einer ganz anderen Ordnung an.

Als unendliches Potential aller Möglichkeiten, befindet sich alles in der Gebärmutter der Göttin (dem blauen Ei), was sie manifestiert, also auch Worte, Gedanken, Bilder, ist eine Illusion (ein Spiel) oder mit den Worten des Al, Nuit und wahrlich in diesem Sinne NICHTS.

Das Surreale, Irreale, das Prä-rationale, und Trans-rationale gehören wiederum einer anderen Seins-Ordnung an. Es existiert nicht in diesem Sinne, wie unsere Körper, das Ich, oder wie auch immer existiert. Du bist nicht, ich bin nicht, wir sind nicht wirklich, ein Träumen ist es, was Existenz genannt wird. Existenz impliziert, gemäß der Definition, ein „außerhalb Sein“, ergo eine MA-nifestation (Ma ist die Tochter und Braut = Malkuth) und vollendet somit das IHVH. Es ist die sognt. Existenz eine Ausstülpung, ein Extorisieren des Bewusstseins (via Hadit) in Begriffen von Raum und Zeit, von einem Subjekt, das sich selber objektifiziert, d. h. von sich selbst ein Traum-Bild erzeugt.

Das wahre Sein, der wahre Wille, hat keine Existenz, du wirst es nirgendwo in oder auf dieser manifestierten Ordnungs-Ebene (eben da Existenz eine Illusion, ergo Nuit ist) finden können. Du kannst Alles UND Nichts sein. Halten wir fest, das wahre Sein (Wille) ist daher in der Lage (außerhalb) zu existieren, ist aber keine Grundvoraussetzung für das Sein. Sich mit einem Wort, einem Namen, einer Bezeichnung zu identifizieren stellt somit eine relative Begrenzung dar. Somit, da es sich niemals verändert, niemals wird, niemals manifestiert, „dies Nichts“, niemals außerhalb seiner Selbst existiert, ist es Nuit, Lila, Shakti, Maya, Illusion, Spiel .. .. cetera … Magie ist quasi die Wissenschaft von MAYA, vom Erschaffen der Illusion von Existenz, von der Objektifikation. MA, (Malkuth, die Braut) die der Erde, das heißt dem Wachzustand zugewiesen wird, verbirgt die Formel der Göttin Nuit oder eben dem Nichts; sie, die alles manifestiert: PAN, BAPHOMET, DAS TIER. Daher also befindet sich alles im Ei (Schoß) der Göttin, was eine Weise darstellt zu sagen, dass sich alles in der Zeit (Kali – Babalon, der scharlachroten Frau) befindet, und sich früher oder später MA-nifestieren wird, gemäß jener Intensität der Begierde (Lust), die den Willen des Magiers prägt (Eros).

Soweit so gut: es befindet sich also nichts allein außerhalb von Raum und Zeit (diese sind Vorstellugen des Verstandes, ergo Illusion) und die Manifestation eines Nichts, d. h. von Nuit, kann nur passieren wenn alles vollständig manifestiert ist, das betd. vollständig reflekiert in Begriffen von Raum und Zeit via der Göttin Babalon (siehe oben). Sie ist das Tor der Sonne am Horizont, des „neu“ beginnenden Tages, eben die Zeit als unendlich-ewig-zyklisch, immer wiederkehrend. Die Tochter MA (in dem Wort Manifestation) ist auch Ain/Nia, das Auge der Leere, im L. Al als die blaulidrige Tochter des Sonnenunterganges, benannt (eben die Nacht – das Nox). So wie der Sohn (das „V“ im Tetragrammaton) die Sonne repräsentiert, symbolisch, der goldene Falke des Horus, der im Blau des Himmels schwebt. Es ist als Ganzes eine Tag und Nachtgleiche (Äquinoktium), ein Zwielicht, das beides ist, (Yin und Yang) das Dunkel und das Licht, sind Geschwister (Sonne und Mond). Zwielicht, das sich in einem unendlichen Spiel, in einem ständig sich änderndem Bild re-flektiert. Die Frau, Muse, Shakti … Mutter, Tochter, Kind, (Mondkind), ist das linke Auge der Nox – Nacht – Nuit, so wie das rechte Auge Horus ist. Sie, “die Frau”, ist das Tor ins magische Universum. Ohne sie geht es nicht. Sie ist, metaphysisch, das „Vorratslager“ des Höchsten Standes (= Horus, bzw. Ra-Hoor-Khuit, d. h. für das manifestierte Jetzt.)

Drei Dinge sind für die Magie wichtig: Verfeinerung, Scharfsinnigkeit und Schweigen. Das sind die drei Schlüssel sowohl für inneren Frieden und für die sognt. okkulte Macht. Weltliche Macht, der Ignoranten, ist damit nicht gemeint. Die gesamte phänomenale Welt, und da gehören auch Namen, Worte Bezeichnungen dazu, egal welche, sind Symbole ohne wirkliche Existenz, abgesehen von ihrer absoluten, der noumenalen Quelle. Wenn der Mensch sich selber sucht, dann kann er sich nicht finden, da er dies, was er Welt nennt, er selber ist, und die Welt weiß nichts von ihm.

Nur in dem er das Grobe, und Namen und Begriffe, sind noch nicht feinstofflich genug, kannst Gott oder das Nichts auch Coca Cola nennen, das spielt überhaupt keine Rolle, ins Feine raffinierst, also die Objekt-Welt, in die Welt des Subjektes, die Wachwelt in die (surreale, nicht lineare) Traumwelt, nur dann kann der kreative Schlüssel zu okkulter Kraft gefunden werden. Nur in vollständiger Stille, keine begrenzenden Namen, keine Begriffe kein „ist“ kein „it“, nichts von alledem. Nur in vollkommener Stille, wenn der Verstand aufgehört hat zu denken, zu beziffern, zu benennen, der Mund aufgehört hat zu sprechen, wenn die Augen aufgehört haben Bilder zu projizieren, nur dann vermag diese Formel (siehe oben) zum völligen Erwachen aus der Illusion des Lebens führen.

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Alles, generell alles, woran der Mensch sich erinnern kann, das gesamte individuelle Leben, ist als SPIEL (Nuit, Maya, Shakti, Lila … u.s.w.) konzipiert, aufgrund seiner wirklichen Berechtigung es zu spielen. Ja, eine Ma-skerade, eine Lila, ein Tanz, in welchem das Individuum der einzige Schau-Spieler, Tänzer … ist, und sogar dieser nicht real ist, kein Objekt kann real sein, nur relativ, denn tatsächlich gibt es überhaupt nichts. NICHTS ist NU-IT, und sie ist nichts genau in diesem exklusivem Sinne, eines Spieles der Kraft (Shakti, Lila, cetera..), das als ein endloses Drama, eine göttliche Komödie aus Licht und Schatten, (Yin und Yang), Hadit und Nuit in der thelemitischen Gnosis genannt, hervorbringt. Eben dies, was sich als Subjekt und Objekt zu verkörpern (zu manifestieren) scheint. Doch ist dies eben ein Traum, denn es gibt kein Subjekt, keinen Träumer, es gibt nur das Träumen.

Wird diese Wahrheit in seiner Tiefe wirklich erkannt, wird das Träumen in seiner Quelle aufgelöst, der eben der Bindu (der solare Samen), bekannt als Hadit im Herzen von Nuit. Es muss also eine Umkehrung, jener, die aufgrund dieser Shakti – Energien stattfindenden, von Gedanken und Träumen projizierten Phänomene, eine Umkehrung dieser Energien zurück zu ihrer Quelle stattfinden. In Kurzform: Hadit (dies, was wahrgenommen) löst sich in NU-IT (Nichts ist) auf (die Prüfung X, der Abyss). Das Objekt (denn auch Namen und Begriffe sind Objekte des subjektiven Verstandes) löst sich im Subjekt auf, und das Subjekt schließlich in der Stille, d. h. in die absolute Subjektivität, die, indem sie frei von sowohl von Objektivität als auch Subjektivität ist, daher unbeschreiblich bleibt. Ja, Hoor-paar-kraat, Herr der Stille, das Kind im blauen Ei.

Alle was Raum ist, also Lebensraum, Weltraum, leerer Raum, das Unbewusste ist Amenti, denkender Raum, als T-raumreich, ergo innerer Raum u.s.w. wird von Nuit objektiv verkörpert, alle Möglichkeiten, sind latent für Raum und Zeit vorhanden. Egal ob es sich um Mythen, Fantasien, Kunst, Träume, Namen .. u.s.w. handelt. Daher ist auch das Liber Al, zwar ein magisches Konzept (Grimoire), aber eben nur ein Konzept und damit relativ und illusionär. Eine magische Illustration des Spieles und selbst das Ergebnis eines Spieles des Bewusstseins mit der Kraft, daher ist die Formel dort als: Tu was du willst unter Liebe … u.s.w. zusammengefasst.

Arkis

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Art of Arkis

Maler und Zeichner des phantastischen Realismus - Künstler und Magier-Philosoph Artist and magician-philosopher. Die Idee ist die Emotion des Geistes, während Emotion der Reflex der Seele ist.

3 Comments

  1. Ludis (Spiel) korresp. m. Lila, Maya u.s.w. Im Wort STRATA steckt; Rat,Tara, Art, Rast, Rasta, Astra, und in engl. Star … Die Gematria ist ebenfalls signifikant, lass ich aber erst mal weg. ST = Seth – RA = Sonne (im Aufgang) – TA (der ägyptische Weise Ta Nech) und Ta-senet-nofret „die schöne Schwester“ der Hathor (Venus) die mit Isis verschmilzt.

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