Zeitenwanderer

Wir sind nicht dazu verdammt, die Agenten der Programmierung anderer Leute zu sein. Wir können uns selbst programmieren. Fähigkeiten in der Selbstprogrammierung würden einen Überlebensvorteil auch jenen gegenüber bieten, die mitkommen um miteinander auszukommen.

Tiefer sinkt der gedankenlose Geist. Der Punkt ist wie ein kleiner Stern auf der Spitze eines Stiftes. Doch dieser Stern ist die Mutter der Galaxien.

Wir sind Künstler, Symbolmacher und Symbolbenutzer. Götter & Teufel, Helden & Bösewichte sind Symbole in Form von Personen. Götter des l. al sind Symbole, mit denen wir uns identifizieren. In gewisser Weise werden wir zu dem, was wir in der Invokation anrufen (anbeten).

Zu den Häusern (im l. al) gehören unsere Körper: physisch (Ha), astral (Ka), spirituell (Khu) und transzendent (Khabs). Unsere Häuser sind der psychologische Kontext unserer Erfahrung in der Welt, unser Verständnis der Existenz. Wir erschaffen unsere Häuser und unsere Götter, um mit unserer Realität fertig zu werden, aber sie erschaffen auch unsere Realität. Sie sind Symbole, psychologische Werkzeuge, die das menschliche Bewusstsein unterstützen und erweitern. Wir können diese Werkzeuge entwerfen, um die Gegenwart zu finden. Die Zukunft ist in der Gegenwart geschmiedet. Um die Zukunft zu verändern, ändern wir einfach die Gegenwart, sind Zeitenwander …

Ei-Öltempera-Mischtechnik auf Leinwand 40 x30 cm

by Arkis

2009

Spinnenstrukturen (Biofilmschichten)

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Harzöl – Eitempera a. Leinwand

in Kunsttheorie …

Ein ganzer Buchstabe ist  Teil eines ganzen Wortes ist Teil eines ganzen Satzes ist Teil eines ganzen Absatzes ist Teil eines ganzen Texts ist Teil eines ganzen … supramentale Schildkröten über und unter einander …

„Jedes einzelne Kunstwerk ist ein Holon, ein Ganzes, das zugleich…
Teil zahlreicher anderer Ganzer ist. Das Kunstwerk existiert in Kontexten in Kontexten in Kontexten, ohne Ende. Ändert man den Kontext, ruft man eine andere Bedeutung auf.“ (K.Wilber) „Wir haben es aber nicht mit geschachtelten Lügen, sondern mit geschachtelten Wahrheiten zu tun. Eine umfassende Kunsttheorie muss notwendigerweise von konzentrischen Kreisen einander einhüllender Wahrheiten und Deutungen ausgehen.“

Das Urholon der Kunst (Seite 122) Geist und Kultur im 3. Jahrtausend

„Ohne in irgendeiner Weise die vielen anderen Kontexte vernachlässigen zu wollen, die ein Kunstwerk ausmachen, kann man aus verschiedenen guten Gründen seinen Anfang auf ein Ereignis im Geist und Wesen des Künstlers datieren: Eine innere Wahrnehmung oder Empfindung, einen Impuls, eine Idee, einen Gedanken, eine Vision. Von irgendwo, man weiß nicht genau woher, taucht der schöpferische Impuls auf. Dem gehen zweifellos viele Kontexte voraus, und viele werden noch folgen. Aber beginnen wir hier, mit der ursprünglichen künstlerischen Wahrnehmung, dem ursprünglichen Impuls, und nennen wir dies das Urholon der Kunst. Das Urholon kann durchaus etwas aus der äußeren Welt repräsentieren (und dies wäre die Grundlage der Nachahmung- oder Repräsentationstheorien). Es könnte aber auch einen inneren Zustand zum Ausdruck bringen, sei es ein Gefühl (Expressionismus) oder eine Idee (Konzeptualismus). Um dieses Urholon entwickeln sich wie die Schichten einer Perle, die um den Keim eines Sandkörnchens wächst, Kontexte in Kontexten von aufeinanderfolgenden Holons, wenn das Urholon unwiderruflich in den geschichtlichen Strom eintritt, der einen großen Teil seines weiteren Schicksals bestimmen wird …“