Zeitfrei

 

Das A_chronon

“Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das bloße Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zu Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloß heutige Zeit.”

(aus „Ursprung und Gegenwart“ von Jean Gebser)zwiesprache

“Zwiesprache” Acryl und Harzöltempera Mischtechnik auf Leinwand, zirka 50×40 cm 2011

Autor: Art of Arkis

Maler und Zeichner des phantastischen Realismus - Künstler und Magier-Philosoph Artist and magician-philosopher* Die Idee ist die Emotion des Geistes, während Emotion der Reflex der Seele ist.

23 Kommentare zu „Zeitfrei“

  1. Hard Stuff, da werd ich mich mal vorsichtig rantasten, …ich mein um das auf meine Denkweise zu verstehen, was Da s.o. geschrieben steht. Scheint eine harte Nuß, die es zu knacken gilt, zu sin … ach vlt. auch nicht

  2. Erachte Ich für enorm wichtig & klärend … die Zwiesprache
    … Das sich weitgehenst möglichst Verstehende auch
    Irgendwie kreisen die Worte s.o. um etwas & lösen es letzendlich doch nicht
    Vlt. bin ja auch einfach grad nicht in der Lage, des Kreiselns Kern zu erfassen

  3. Das Bild strahlt nicht; ich empfinde es nicht als Ver- Oder Aussrömen , vielmehr als leichte Hindurchströmung
    „Zuhören können“ sehe ich & Diversität in Ansichten … aufgrund des hohen Kontastes des Blau & des sehr Hellen inmitten der dort Sitzenden. Sie werden sehr subtil durchströmt, sehr nuanciert & kaum sichtbar, daher wohlmöglich … geklärt.

  4. „Hindurchströmen“: kommt gut! Jean Gebser, so vermeine ich es zu interpretieren, spricht von einem transrationalem Zeitbegriff, in welcher die rational interpretierte, lineare Zeit, dem Intellekt dursichtig und integriert wird in ein weiteres Fassen; nämlich der Gegenwärtigkeit des Ursprünglichen. D. h. der relative Zeitbegriff wird transzendiert und in eine überzeitliche Struktur integriert. Also vom linear temporär gedachten Zeitstrahl, in den konkreten Augenblick des Ewigen, wobei das Ewige nicht als eine Aneinanderreihung von Augenblicken gedacht wird. Oder mit Nagarjuna gesagt: Samsara und Nirvana, sind das selbe, wie zwei Seiten einer Münze.

    Das Selbst wird sich seiner selbst durchsichtig und erkennt seine illusionäre Konzeption von sich selbst.

  5. Ich mein dieses mit vielen Worten drum herum um den Begriff der „Zeit“.
    Und dieses weitere „Fassen“ will mir perdu nicht klar werden … weil Das für mich eher etwas Nicht-fassbares ist.
    Was ist das Ursprüngliche, auch interessant *mal reinhorchen in mich*

  6. Aha ! Ja ist klar, Worte sind in ihrer Abstraktheit immer nur auch Annäherung. In etwas Weiteres fassen meint, dass das kleinere, Subholon, von einem größerem, Hyperholon aufgenommen ist. Also die kleinerer Babuschka steckt nun in der größeren Babuschka.

  7. Ah so, wenn du die Welt anhälst, hälst du dich an. Ich und Welt, sind das selbe. Irgendwie ist Zeit ja auch immer Lebenszeit. Nur, Zeitlosigkeit und Zeitfreiheit sind nicht das selbe. Zeitlos wäre ein unbewusster Zustand, es gibt quasi dann noch keine Zeit als lineare Abfolge und auch kein Gegenwärtiges. Ur meint den Nullpunkt, des leeren Bewusstseins, bevor Subjekt-Objekt erscheinen.

  8. Bin halt lucider Träumer;-) schon sehr lange. Da spielt das Unbewußte eine ziemlich große Rolle, ja sogar evtl. die größte.
    Hmm … Zeitfreihei macht mir grad nen Knoten in die Synapsen … so viel Differenzierungen. Ich denke mir diese Aspekte mehr minimalistisch um sie auf meinen Punkt zu bekommen, um sie dann harmonisch in ein Verbundsystem vieler essentieller Aspekte zu integrieren. Hoffe mal ich bin irgendwie verständlich …

  9. Find ich prima gesagt, ja es ist mir annähernd verständlich. Zeitfrei ist a-perspektivisch, „die Kugel“ raum und zeitfrei, da das Drei – Dimensionale differenziert und somit auch integriert ist. Und zeitlos ist magisch, der dimensionslose Punkt, das Teil steht für das Ganze. Die myhtische Zeit ist die Naturzeit, kreisend, Jahreszeiten ecetera .. … die mentale Zeit, linear -dreidimensional.

    Schematisch:
    das Ur wird integriert vom Punkt, der Punkt vom Kreis, diese beiden sind dann beide im Kreis, diese in das Dreieck & Viereck, dies wiederum in die Kugel = konkrete Ur-sprungs-Gegenwärtigkeit.

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