Balance von Herz und Feder

Ein Tanz auf dem Seil

Maat ist jenseits von Raum und Zeit, sie ist vor all diesen, das Gesetz, der Ausgleich und die kosmische Ordnung selbst, die all diesem vorausgeht, manifestiert und auflöst. Sie ist jenseits von warten, das Warten, ist ein Phänomen von Raum & Zeit. Das Herz, von Maat gewogen, kann niemals Lügen, es kann nur wahrhaftig sein, ebenso leicht auf der Waagschale, wie es ihre Feder symbolisiert. Sie ereignet sich in jeder Minisekunde … jetzt, jetzt, jetzt … näher als der eigene Herzschlag.

Jegliches Einbringen, ja auch, wie du dich für Thelema einbringst, lieber A. dafür spreche ich meinen Respekt aus. Ich schaue, erfahre und spüre es nunmal so, dass Thelema vom inneren Raum (Nuit) heraus lebt und näher der Kunst und auch der königlichen Kunst (Alchemie) als allem anderen ist. Thelema hat nichts mit einer globalen New-Age-Selbstoptimierung am Hut, und lässt sich auch nicht aufsetzen, wie einen.

Das Liber al vel Legis, eine Botschaft die von einer Gemeinschaft der Sterne jenseits des von uns angeblich bekannten Sonnensystems, fasst, wie in einem Brennglas, alle Weisheit des Westens und des Ostens zusammen. Es transzendiert das TAO ebenso, wie Tantra, Kabbalah, Buddhismus, Advaita und Alchemie. Es ist eines der wichtigsten Texte des modernen, philosophischen Okkultismus und der Gnosis des neuen Äons. Es hat bis heute und darüber hinaus nichts von seiner Faszination verloren. Es kann nicht mit dem Verstand allein begriffen werden, eher noch am Wenigsten, da dies allein nur in die Irre führen kann. Die Warnung über jene Gefahren, die das Liber selbst enthält, sind nicht nur witzig, sie sind auch ernst gemeint. Wenn es nicht in der Seele selbst Samen nimmt, im Grunde der Boden dafür evolutionär im Individuum selbst bereits angelegt ist, keimt und dort zur Blüte kommmt, wie es selbst zu jenen kam und kommt, die es empfangen haben, ist das nicht einmal eine halbe Sache.

Niemals, ich betone, NIEMALS sollte es einem spirituell „Dürstenden“ empfohlen werden, wenn es nicht von selbst den Weg zu jenem Stern auf seinem ur-individuellen Orbit findet, ist dies nicht wirklich ratsam, und nur in diesem Sinne, ist es für alle: all jenen Liebenden jener Wahrhaftigkeit der Maat, wird es zufließen, wie das Eisen einem Magneten, ja, wie der Duft der Blumen auf den Feldern der Sterne in Amenti zu den Bienen, den Tränen des Re.

Tu was du willst sei das Ganze des Gesetzes. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.

Autor: Arkis

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