Tore

Türen, Passagen, Kanäle, Öffnungen, Ein-und Ausgänge.

Alle Künstler, im Besonderen, der bildenden Kunst und die Surrealisten wussten und wissen intuitiv, dass die Quelle des Rationalen, das Irrationale ist – so, wie das Nicht-Sein Grund und Wurzel des Seins darstellt. Existenz oder objektives, externes Sein, wie das Wort es bezeichnet, ist illusionär. Es hängt vom Nicht-Sein ab, das heißt von Subjektivität ab, und wird davon auch projiziert. Genau dies ist die Basisthese des Okkultischen. Umkehr, was Einkehr bedeutet, heißt das Zauberwort, die Wissenschaft des Verborgenen ist die Wissenschaft vom Inneren. Sie beschäftigt sich schon immer (nicht erst seit S. Freud, viel eher schon die Symbolisten) mit dem Unbewussten und dessen wechselseitigen Beziehungen mit dem externen Bewusstsein, ergo Objektivität. Subjekt-Objekt-Dualität ist die Grundlage aller Wahrnehmung.

Allerdings gibt es kein individuelles Unterbewusstsein, völlig egal, ob Psychologen das Gegenteil behaupten, denn Unterbewusstsein ist essenziell die “Unterschicht” des Bewusstseins, aber auch dies ist kein individuelles Phänomen, selbst wenn es dem Individuum so scheinen mag. Das Individuum wurzelt im Unbewussten und im Traum nähert es sich der Quelle des Bewusstseins an. Daher ist es im Wachzustand weiter von dieser Quelle entfernt als wenn es träumt. Es sollte hierbei aber verstanden sein, dass Träumen nicht notwendigerweise mit dem Schlaf zusammenfällt; es gibt neben nächtlichen Träumen ja auch das Tagträumen. Der eine Faktor, der das Träumen klar vom Denken unterscheidet, ist die essenziell gewollte Qualität des Letzteren.

Dennoch ist Denken an sich eben nichts anderes als eine Form des Tagträumens, denn Denken ist in der Abwesenheit dieser anderen Struktur schlicht nicht möglich. Der Beitrag des Okkulten, so indirekt er auch sein mag, liegt in einer Demonstration der Kraft, um den träumenden Geist so zu steuern (das Imaginieren) und in der Lage ist, sich in anderen Räumen und Zwischenräumen zu projizieren, einschließlich eben der Entdeckung, dass es dort Türen gibt, durch die der genuine Kraftstrom des kreativen, magischen Bewusstseins in Form von Inspiration, Intuition und Vision fließt.

Das besondere Werk bestimmter Künstler, die abyssalen Kräfte der Leere oder es Unbewussten heraufzubeschwören, so dass sie im menschlichen Bewusstsein Gestalt annehmen und im Äthyr die magisch gezeugten Kreationen und Kreaturen reflektieren, die aus der Kommunikation mit diesen Entitäten der Tiefe gehoben und geboren werden. Dabei ist es völlig ohne von Bedeutung, ob sich der Künstler der Richtung seiner Werke bewusst ist oder nicht. Es mag sogar von entscheidender Bedeutung für dessen Vollendung sein, dass er sich darüber nicht bewusst war, ein Künstler manifestiert (erdet) seine kreative Kraft (Shakti) nur in seiner Abwesenheit. Ebenso so wenig macht er sich etwas aus Anerkennung oder Ablehnung.

Dies Mysterium der Abwesenheit, des Nicht-Seins, liegt an der Wurzel ALLER Kreativität und Inspiration, sie vermag, dass der lebendige Kraftstrom aus den “äußeren Räumen”, die ja eine Erweiterung des Innenraumes darstellt, einfließen, die imaginären Schöpfungen energetisieren und sie mit leuchtenden Lebenskonzepten illuminieren und ausstatten.

derblaueastrato-by-arkis

Autor: Arkis

210 * 418

39 Kommentare zu „Tore“

  1. … oder aus falsch-richtig oder aus Fehler – nicht Fehler, denn, es gibt keine falschen Striche, und eins und eins sind zwar zwei, doch sind sie niemals gleich. Es ist, wie es ist, sich selbst überlassen und immer exakt, wie das Universum.

    Im Austausch mit anderen muss man nicht immer recht haben, man kann eine Meinung auch einfach stehen lassen, viel wichtiger ist, dass man sich des Lebens mit anderen erfreut.

  2. Hmm, wenn es keinen Maler gibt, dann gibt es auch das Gemalte nicht. Eines bedingt dem anderen. Wobei, wenn zu Ende gedacht, braucht der Maler das Gemalte nicht um zu existieren. (Theoretisch) Andersherum wird ohne Maler das Gemalte niemals Gestalt annehmen. (Materielle Sicht). Aber die wurde ja nicht wirklich angesprochen. Denke ich.

  3. Da liegst du logisch gedacht nicht verkehrt, lieber Aris. Der Kontext bezieht sich auf eine „angebliche“ Aussage Buddhas; „es gibt keinen Handelnden, nur Handlungen“, ich füge hinzu, und Beziehungen (Kontexte). Soll heißen, der Handelnde, Maler, Macher u.s.w. ist ein Objekt, eine Vorstellung im Bewusstsein eines Subjektes. Bewusstsein, das an sich Leehrheit ist, kennt weder das eine noch das andere, es ist „nur“ Subjektivität, weder Objekt noch Subjekt, ergo eine Abwesenheit von beidem und das ist der Schlüssel zur Magick. Während „nur“ Abwesenheit eines Subjektes, der Schlüssel der Mystik (buddhistisch) ist. Anders gesagt, auf der Ebene des Phänomenologischen und-Relativen, ist da ein Maler und sein Werk, vom „Standpunkt“ des Absoluten, ist beides Maya. (Illusion, ein Spiel des Bewusstseins mit der Kraft) Kurz: Shiva&Shakti (tantrisch-Yoga) oder hinduistisch, Krishna&Lila.

  4. Was ist die Materie der „materiellen Sicht“? Was ist materielle Sicht überhaupt? Was verstehst du darunter?

  5. Der Materialismus ist eine erkenntnistheoretische und ontologische Position, die alle Vorgänge und Phänomene der Welt auf Materie und deren Gesetzmäßigkeiten und Verhältnisse zurückführt. … In der Gegenwartsphilosophie wird der Begriff „Physikalismus“ oft gleichbedeutend mit „Materialismus“ verwendet.

    Ontologie – die Lehre vom Seienden

    Bei Dingen und Gegenständen stellt sich die ontologische Frage, welche davon schon immer existierten, welche Grundstrukturen gegeben sind und welche Beziehungen zwischen den Gegenständen herrschen. Die Fragen, die die Ontologie stellt, können nicht wissenschaftlich beantwortet werden.

  6. Es gibt eine geistige Welt, die der Gedanken und es gibt die materielle Welt in der wir alle leben. Materie , das anfassbare, das be-greif(en) – bare. Die materielle Welt ist die Welt der Materie. Auto, Pferd, Kreide. Ich spreche jetzt nur davon, wie die Menschenwelt sich zu erklären sucht.

  7. Ah ok danke ! Wobei oftmals nicht daran gedacht scheint, dass z. B. ein Auto … u.sw. eine Erfindung des Geistes ist ;), es aus dem Geist kommt, quasi. In jener Gnosis worauf ich mich beziehe, sind auch Gedanken sowohl als auch das denkende Subjekt, Objekte im Bewusstsein. Sobald ein Gedanke auftaucht, ist auch ein sognt. „Ich“ da, das denkt zu denken *g*. Subjekt-Objekt, Objekt-Subjekt, sind somit niemals voneinander getrennt. Mit Schopenhauer gesagt: Welt, gesamt, als Wille und Vorstellung. Nebenbei, Bewusstsein und Wille, sind in der Magick synonym. Daher die Definition: Wille in Übereinstimmung mit Veränderung = Magick. Anders gesagt: die Kunst und Wissenschaft, die Welt in Übereinstimmung mit dem Willen zu formen.

  8. Perdonne, dass ich mich stante pede einklinke, irgendwie hab ich grad ne Klinke eines Tores in der linken Hand ;-) öffne Es um mir mit der rechten Hand den Mund zuzuhalten °°I So wer Buddha trifft möge ihn töten ( was m. E. nichts anderes verlauten möchte als dass keine Vorstellung von ihm die Klarheit trüben soll) … schon wieder weg … ;-)

  9. kommen gehen kommen gehen
    nichts bewegt nichts
    alles bewegt alles
    nichts ist außen
    nichts ist innen
    denn außen
    ist ja innen
    raumzeichen, sind weder viele
    noch eins ….

  10. … und bloß, weil da mal jemand gesagt haben soll, hm, machst du Solches, weil dir es jemand sagt ? *lächel* was soll mich dieser ominöse Budddha überhaupt angehen ? *g*

  11. .. ist grundsätzlich nichts verkehrt daran, dass etwas wahrgenommen wird und eine Lebensrichtungsveränderung bewirkt .. so meine Sicht darauf. Wir beschreiten alle diejenigen Wege die uns situativ zu gegebener Zeit szsg. aufgetragen werden *geschöpfte freie Wahl aus klar erkanntem Potenzial weist in die ureigenst wohlgeführte Richtung* .,. dann sind sie wie ein abzulegendes Gewand aufgetragen ;-) abzulegen. Die einzigste Konstante im Kosmos ist und bleibt im+/explodierende, expandierende unpandemische Veränderlichkeit … ist mir mehr als nur imprägiertes weil tief eingeprägtes ungeschriebenes Gesetz unter Wille

  12. Ja du! Weniger, ist mir mehr als zuviel. Ansonten, ich hab keine Ahnung und ich weiß nicht, was ich nicht weiß. Buddha, Thelema, Lao Tze …. Karl Renz und Schwenz und Lenz, Hitler, Scholz und Droste, Maier und Willi … was weiß ich … ecetera … ja, kann man mal eine Weile … gehen tuste so oder so nichts als den eigenen Weg, den du gehst, wenn du ihn gehst. Es ist nicht (nur) das Werk, oder das Ziel, der Weg und so weiter, es ist, malen, schreiben, schnitzen, zeichnen …. reden, schweigen …. lieben, sitzen, liegen gehen …. Freude, ohne wem oder etwas zu folgen, oder nicht zu folgen … wo oder bei jemanden ankommen, rüberkommen oder gar töten zu müssen. Ich bin mir doch immer, ja immer, selbst der nächste.

  13. Überzeugungen hm … was kannste denn damit anfangen ? Entweder oder Katz oder Ploder. Überzeugungen sind m. E. auch nur fixe Ideen *g* will doch nicht an so was choronzonischem hängen oder stehen bleiben.

  14. Verstehe dich dbzgl. gut … ist auch nicht die treffende Wortwahl meinerseits. Wie anders sagen dies?°°-) jeder Mensch macht ja nun mal Erfahrungen die zeit seines Lebenss prägen, schier unmanipulierbar seine Wesenart in fortschreitender Veränderlichkeit zum Ausdruck bringen

  15. kraxeln wär mal wieDA anjesacht, demnächst mit Sohnemann Jarissimo … leider nicht inna Natur so doch immahinne inne Halle Neolit-Mühlheim umma Eckchen *smile*

  16. bevor ich Vatta wurd jeworden binne .. tanzte mein ZNS oft imma anne Wand lang ( also so ganz im Sinne eines Songtext’s vom Blixa Bargeld *lach*) danach habbisch des ma verantwortungsvoll sinnlasse

  17. Halber Mensch .. Adieu! wurde mir anno tuk geflüstert und auch einsichtig eingetrichtert. Einmal wär ich doch glatt im Angesicht aller unten an der Wand stehenden Mitkletterer/ -innen inkl. meiner damals 2jährigen Tochter aus ca. 50 Höhenmetern abgestürzt … das weil ich mal wieder was sehr waghalsiges, meine Kräfte übersteigerndes vorhatte. Glück gehabt via Vorsehung die mich in einem kurzen Augenblick vor dem freien Fall in den Tod ereilte/überkam … oder auch alle Fühler/Antennen in Spannung und offen für die Umkehr, d. h. in’s Seil setzen und den mich unten am Seil und im Leben haltenden Freund Signal zum Ablassen geben.
    °°-)*(-; Hongi

  18. Als ich meine zitternden Knie, Füße, meinen Körper wieder auf der Erde hatte .. DAS Gefühl war nur noch Dankbarkeit und ich schwieg selbst noch beim Abstieg nach unten, war keiner Worte mehr mächtig. Meine Ex führte meine Befindlichkeit höchstwahrscheinlich zum damaligen Zeitpunkt auf einen tief in mich eingedrungen KletterKick zurück, welcher dies jedoch war konnte sie nicht im Geringsten erahnen. Einige Jahre, sehr viel später erzählte ich Ihr was damals wirklich abging. Niemand, außer mir, hatte die Gefahr in der ich schwebte wahrgenommen. Ich hatte mir nichts anmerken lassen

  19. Weiß ned mehr ganz genau. In der Nähe des Gönninger Sees/Biossphärengebiet war das so ich mich recht erinnere … besuchte Freunde wohnten in Pfullingen bei Reutlingen

  20. Sach bloß *ZuEinFallUm* Du kennst evtl. auch Familie Milotzki? Andreas hatte eine Firma (Haus-/Energieversorgung komplett) und so ich korrekt informiert bin betreibt er diese immer noch. Seine Frau ist gebürtige Pfullingerin

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