Atavismen III

by Arkis in 70-igern

Es gab niemals ein Ich, das frei oder unfrei. Sie schreiben als Phantom über ein Phantom. Kein Ziel, kein Weg, keiner geht, keiner kommt. Fakt ist, sie wollen ihr Buch verkaufen, ihre Phantom-Ansichten an Phantome richten. Das Ego ist und war noch niemals ein Ding. Raum und Zeit, Bewegung, alles illusionäre Vorstellungen, Objekte im Bewusstsein eine Subjektes, die in einem vollkommen, absolut leeren Bewusstsein keinerlei Relevanz haben, außer, dass sie keine Relevanz haben. Fazit, es gibt keine Existenz, niemanden der je existiert hat oder existieren wird, keinen Träumer, keinen Macher, keinen Tänzer, keinen Handelnden, keinen Schreiber, keinen Leser, keiner der wiegt, keiner der je gewogen wird, kein Ich ….. der Abgrund ist irrelevant, allein das Träumen ist wirklich.

Es gibt keinen Menschen, der weiß, was die Sonne ist, geschweige denn Licht. Wenn gesagt wird, das ist dies oder das, ist es weder dies noch das und sowohl als auch. Das Wort, ist nicht das Ding. Solange darüber Begriffe gebildet werden, ist nur der Irrtum und keine Freiheit da, es wird immer darüber geredet, was man nicht hat.

Der Kaiser

“Solange der Kaiser seine Herrschaft in den Dienst des Wandels und des Neubeginns stellt, ist seine Macht wohltätig. Wehe aber, wenn sie eingesetzt wird, um Bestehendes zu festigen. Dann erstarren die Strukturen seines Reiches und seine mutig entschlossenen Züge verwandeln sich in Härte. Seine auf Weisheit gegründete Autorität wird zur autoritären Dominanz, die jeden Widerspruch ängstlich im Keime erstickt. Dieser Widerstand gegen den sich ständig wandelnden Strom des Tao ist sein eigener Urteilsspruch. Früher oder später kommt seine Herrschaft zu Fall.”

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